Rosenkäfer und andere Welterben

Rosenkäfer und andere Welterben
Fotoausstellung im Hilchenhaus in Gedenken an Hans Glebocki

Der Namensgeber der Fotoausstellung der Rosenkäfer.

Lorch. (cp) – Eine beeindruckende Fotoausstellung ist derzeit im Hilchenhaus zu sehen. Zur Vernissage, die in Gedenken an der verstorbenen Lorcher Künstler Hans Glebocki stattfand, konnte dessen Ehefrau Andrea Preusche-Glebocki zahlreiche Gäste begrüßen.

In seinem Grußwort ging Bürgermeister Jürgen Helbing auf den Veranstaltungsort ein.

So würden Hilchenhaus und Rittersaal immer wieder besondere Veranstaltungen beherbergen – „so auch heute, indem wir Werke des Lorcher Künstlers Hans Glebocki, der ein Segen für die Stadt war, zu sehen bekommen. Sehen Sie die fantastische Fotoausstellung 'Rosenkäfer und andere Welterben' von Hans Glebocki“, so Helbing.

Andrea Preusche-Glebocki zeigte sich erfreut über die vielen Gäste, die zur Vernissage gekommen waren. Preusche-Glebocki dankte allen, die sie mit Rat und Tat bei der Ausstellung unterstützt hatten – und der Stadt Lorch, die die Ausstellung zu ihrem Wunschtermin möglich gemacht habe. „Denn heute ist der Geburtstag von Hans,“ so Preusche-Glebocki.

„Als wir uns an die Vorbereitung der Ausstellung machten, mussten wir über 1.500 Fotografien mit Insekten in Lorch sichten, selbst ich wusste nicht, dass es so viele waren. Aus diesen Fotografien haben wir nun eine Auswahl von 32 Bildern getroffen, um sie zu zeigen. Hans hatte neben seiner Arbeit die Fotografie zu seinem Hobby gemacht. Er erforschte dabei Natur- und Industriebrachen. Mit Liebe zum Detail hatte er die Aufnahmen als Momentaufnahmen ohne eine Nachbearbeitung eingefangen. Die Bilder der heutigen Ausstellung, und es ist wirklich nur eine Auswahl, sind alle in unserem Stein’schen Hof entstanden. Hans hatte die Aufnahmen stets wegen der Schönheit der Tiere gemacht . So sind Bilder von Faltern und Insekten entstanden, die man überhaupt nicht kannte und erst zur Ausstellung haben wir geschaut, um welche Insekten es sich handelt. Entstanden sind die Bilder mutmaßlich im Zeitraum von 1992 bis 2017“, so Preusche-Glebocki.

Darüber hinaus informierte sie, dass es sich um eine Verkaufsausstellung handele. Der Reinerlös werde dem Ökumenischen Hospiz-Dienst Rheingau zu Gute kommen. Von dem sei ihr Mann in seiner letzten Zeit vorbildlich und sehr gut betreut worden. Sie selbst erlebe gerade eine Trauerbegleitung durch Pfarrerin Beate Jung-Henkel, die ihr und anderen Perspektiven für die Zukunft gebe.

Grußworte kamen noch von den Lorcher Weinmajestäten Lisa, Maja und Paula. Dr. Gerd Reuter führte kurz aus, dass Hans Glebocki „uns einen unendlichen Schatz hinterlassen“ habe, denn man findet eine derartige Vielzahl von Insekten nicht oft auf einem so kleinen Raum wie dem Stein’schen Hof. Mit großer Präzision habe Glebocki photografiert um zu zeigen, dass es wichtig ist solche Areale zu erhalten. Der Namensgeber der Ausstellung, der Rosenkäfer, sei im Übrigen ein typischer Rheingauer, er lebe von Flüssigkeiten.

Mit musikalischer Gestaltung durch das Monrepos Trio (Ulrich Schlösser an der Gitarre, Johannes Oel Bass und Markus Bender Saxofon) konnte man dann die stimmungsvollen und mit Liebe zum Detail entstandenen Aufnahmen von Hans Glebocki besichtigen. Entstanden sind eine Vielzahl von einzigartigen Bildern, die die ganze Schönheit der Tiere, wie beispielsweise dem Rosenkäfer oder dem „Russischen Bär“, zeigt. Die Fotoausstellung ist noch bis zum 16. Mai, Montag bis Freitag von 9 bis 12 und von 14 bis 16 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 16 Uhr geöffnet.

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