Hochwasser statt Schiebetore

Bauarbeiten an DLRG.Rettungsstation werden durch Corona und Hochwasser verzögert

Die Wetterextreme der letzten Wochen und die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie kommen den DLRGlern immer wieder in die Quere.

Oestrich-Winkel. (sf) – Das Hochwasser macht auch den Bauarbeiten der Rettungsstation der DLRG Probleme: Die für Anfang Februar geplanten Metallarbeiten im Außenbereich mussten von der beauftragten Schlosserei unterbrochen werden. Dort, wo eigentlich die neuen Schiebetore montiert werden sollten, machte sich das Hochwasser breit.

„Im Normalfall ist Hochwasser aber kein Problem für die Wasserrettungsstation, der Gebäudesockel ragt soweit aus dem Gelände, das selbst beim Jahrhunderthochwasser von 1988 noch ausreichend Luft gewesen wäre“, hält der 1. Vorsitzender der DLRG Rheingau, Markus Hölzel fest.

Anfang Dezember wurde auf dem alten hochwassersicheren Betonsockel die neue Wasserrettungsstation errichtet. Die DLRG-Aktiven hatten bereits im September in Eigenleistung die alte Blockhütte aus dem Jahr 1992 abgerissen, um Platz für das neue Gebäude zu schaffen. Der Neubau wurde nach den Vorgaben der Naturschutzbehörde in einer Holzständerbauweise mit naturbelassener Lärchenholzfassade errichtet. Doch ganz so glatt, wie man sich das gewünscht hätte, liefen die Bauarbeiten bisher nicht ab: Die Wetterextreme der letzten Wochen und auch die Einschränkungen durch Corona kommen den DLRGlern immer wieder in die Quere. So hatten vor der Fertigstellung des Rohbaus die ergiebigen Regen- und Schneefälle eingesetzt: „Was gut für die Natur ist, war schlecht für das ausführende Unternehmen, das jetzt das Kranfahrzeug nicht mehr von der rutschigen Wiese herunterfahren konnte. Das THW Geisenheim war aber sofort mit einem geländegängigen Einsatzfahrzeug zur Stelle und hat das Fahrzeug zurück auf die Bundesstraße gezogen“, berichtet Hölzel.

Aktuell sei man mit dem Innenausbau beschäftigt. „Allerdings hinken wir unserem selbst gesetzten Zeitplan etwas hinterher“, teilt Markus Hölzel mit. Zum einen könne man wegen den Pandemie-Auflagen nur mit geringer Helferanzahl arbeiten, zum anderen sei es schwierig Baumaterialen zu bekommen, wenn die Baumärkte geschlossen sind. Man müsse wohl vermehrt auf Firmen setzen, um rechtzeitig vor Saison-Beginn Mitte April fertig zu werden. Doch das werde die Baukosten in die Höhe treiben. Mit 250.000 Euro Gesamtkosten rechnet der Vorstand bis zur Fertigstellung.

Positiv stimmt den 1. Vorsitzenden allerdings die enorme Spendenbereitschaft der Bevölkerung. „Die Leute sehen, dass hier etwas für die Region in Bewegung gesetzt wird und unterstützen das Projekt finanziell“, hält Hölzel fest und versichert, dass sich die Rettungsschwimmer auch über kleine Beträge freuen. Unterstützung erhalte man auch von den heimischen Wassersportvereinen. So förderte die Wassersportgemeinschaft Oestrich das Vorhaben mit 250 Euro und vom Ruderverein Eltville habe man zahlreiche Baumaterialien erhalten, die diese noch vom Bau des eigenen Vereinsheimes übrig hatten. Aber die Lebensretter sind weiterhin auf Spenden angewiesen, so zum Beispiel für die notwendige Funkausstattung. Sie freuen sich über jeden Betrag auf das Spendenkonto DLRG Rheingau IBAN DE59 5109 1500 0026 5083 04.

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