Corona: Inzidenz im Kreis sinkt weiter

Rheingau-Taunus-Kreis verlängert zwei Allgemeinverfügungen bis 31. Januar

Im Rheingau-Taunus-Kreis sinkt erfreulicherweise der Inzidenzwert seit dem 12. Dezember.

Rheingau. (mg) – Wie Landrat Frank Kilian nach der Sitzung des Corona-Verwaltungsstabes mitteilte, hat der Rheingau-Taunus-Kreis die beiden Allgemeinverfügungen zum Tragen von Mund-Nasen-Masken in Fußgängerzonen sowie die Betretungsregelung für die hiesigen Alten- und Pflegeheime über den 10. Januar hinaus verlängert. „Die beiden Verfügungen gelten nun bis zum 31. Januar 2021“, berichtet der Landrat. Die Alten- und Pflegeheime dürfen danach auch weiterhin nur nach Vorlage eines aktuellen negativen Corona-Tests (Antigen- oder PCR-Test) betreten werden.

 

In den Städten Eltville, Rüdesheim, Geisenheim und Idstein wird das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung an bestimmten Bereichen und Fußgängerzonen weiter angeordnet. Für den Leinpfad in Oestrich-Winkel wird das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ausdrücklich empfohlen. Landrat Kilian: „Wir empfehlen zudem dringend, eine Mund-Nasen-Bedeckung nicht nur an den vorgegebenen Stellen zu tragen, wo dies durch Verordnungen und Allgemeinverfügungen angeordnet wird. Wer mit anderen Menschen länger oder dichter zusammensteht, sollten die Mund-Nasen-Bedeckung tragen.“

Allerdings gibt es auch positive Signale. Denn die Inzidenz der Neuansteckungen im Kreis sinkt seit 12. Dezember kontinuierlich von knapp 230 auf nunmehr knapp unter 100 am Dienstag dieser Woche. So haben sich in den letzten sieben Tagen 187 Menschen neu infiziert. Im Rheingau hat hier Geisenheim mit 23 die Höchstzahl zu verzeichnen, gefolgt von Rüdesheim (13), Eltville (12), Oestrich-Winkel (9), Lorch und Walluf mit je vier Fällen sowie Kiedrich (1).

Im gesamten Kreisgebiet gelten derzeit 419 Menschen als infiziert. Auch hier werden für den Rheingau in Geisenheim (52) die meisten Fälle aufgeführt. Dahinter folgen Rüdesheim (32), Eltville (27), Oestrich-Winkel (18), Walluf (9), Lorch (6) und Kiedrich (5).

Das Land Hessen hat im Gleichklang mit den anderen Bundesländern weitere, strengere Einschränkungen ab dem 10. Januar beschlossen.

In Erweiterung der bisherigen Beschlüsse wurden private Zusammenkünfte weiter eingeschränkt. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit den Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet. Bei Begegnungen mit anderen Personen ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Öffentliche Veranstaltungen, die generell dazu geeignet sind, das Abstandsgebot zu gefährden, sind unabhängig von der Personenzahl untersagt. Das gemeinsame Feiern im öffentlichen Raum ist daher untersagt, ebenso der Verzehr von alkoholischen Getränken im öffentlichen Raum. Verstöße können mit einem Bußgeld belegt werden.

Für private Zusammenkünfte (insbesondere in der eigenen Wohnung) wird eine Beschränkung auf den eigenen Hausstand sowie maximal eine weitere, nicht im Haushalt lebende Person, „dringend empfohlen“.

Weiterhin erlaubt ist wie bisher die Begleitung und Betreuung minderjähriger oder unterstützungsbedürftiger Personen. Die Einschränkung gilt auch nicht im Rahmen der gegenseitigen Übernahme der Kinderbetreuung durch höchstens drei Familien (familiäre Betreuungsgemeinschaft), wenn die sozialen Kontakte im Übrigen nach Möglichkeit reduziert werden.

Die Verkaufsstellen des Einzelhandels sind nunmehr bis zum 31. Januar geschlossen. Ausnahmen sind für die Grundversorgung der Bevölkerung vorgesehen.

Der Verkauf von Nonfood-Produkten im Lebensmitteleinzelhandel, die nicht dem täglichen Bedarf zuzuordnen sind, darf weiterhin im bisherigen Umfang erfolgen, aber keinesfalls ausgeweitet werden.

Zusammenkünfte und Veranstaltungen sind nur bei besonderem öffentlichen Interesse und mit Genehmigung der zuständigen Behörde unter Einhaltung der geltenden Abstands- und Hygieneregeln sowie der Ermöglichung der Kontaktnachverfolgung zulässig.

Versammlungen im Sinne von Art. 8 des Grundgesetzes (beispielsweise Demonstrationen, politische Versammlungen und Parteitage) sind nach wie vor ohne vorherige Genehmigung möglich.

Durch die Schließung möglichst vieler Einrichtungen, Betriebe und Begegnungsstätten sowie das Einstellen der meisten Angebote sollen soziale Nahkontakte auf das absolute Mindestmaß minimiert und Infektionsketten unterbrochen werden.

Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Frisörbetriebe, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe müssen geschlossen bleiben. Medizinisch notwendige Behandlungen, zum Beispiel Physio-, Ergo und Logotherapien sowie Podologie/Fußpflege, bleiben weiter möglich.

Das Bereitstellen von Dienstleistungen, Beratungsleistungen sowie Handwerkstätigkeiten ist – mit einigen Ausnahmen unter Beachtung der Empfehlungen des RKI zur Hygiene, insbesondere zu Kontakten und Einhaltung des Sicherheitsabstands weiterhin gestattet.

Die Schließung sämtlicher gastronomischer Betriebe mit Ausnahme der Abgabe von mitnahmefähigen Speisen, Getränken sowie Lieferdiensten sowie die Einschränkung von Übernachtungsangeboten auf notwendige Zwecke dient ebenfalls der Verhinderung einer schnellen Verbreitung des Virus.

Der Betrieb von Tank- und Rastanlagen an Bundesautobahnen sowie der Autohöfe dient der Grundversorgung und ist weiterhin gestattet. Gleiches gilt auch für die Reisebedarfsgeschäfte im nicht allgemein zugänglichen Bereich der Flughäfen hinter den Sicherheitskontrollen.

In den geöffneten Einrichtungen, Verkaufsstätten und im Publikumsbereich aller öffentlich zugänglichen Gebäude, bei zulässigen Veranstaltungen und Zusammenkünften sowie im öffentlichen Personenverkehr gilt die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Um bspw. Tagesausflüge und überlaufene touristische Ziele zu vermeiden, wird für Gebiete mit einer Inzidenz von über 200 der Bewegungsradius auf 15 Kilometer eingeschränkt.

Schulen und Kinderbetreuung

Schülerinnen und Schüler sollen bis Klasse 6, wo immer möglich, dem Präsenzunterricht fernbleiben. Ab Jahrgangsstufe 7 gibt es mit der Ausnahme von Abschlussklassen Distanzunterricht. Klassenarbeiten finden in der Regel nicht statt.

Kitas sollen nur in Fällen dringender Betreuungsnotwendigkeiten in Anspruch genommen werden.

Wer Kinder daheim betreut, kann bis zu zehn zusätzliche Tage Kinderkrankengeld je Elternteil geltend machen.

Die Novemberhilfen sollen zügig ab dem 10. Januar erfolgen. Die Überbrückungshilfen des Bundes sollen im ersten Quartal fließen.

Neueste Kommentare

Schöne Sommertage am Rhein
10 Wochen 6 Tage
Schöne Sommertage am Rhein
11 Wochen 1 Tag
Schöne Sommertage am Rhein
11 Wochen 2 Tage
Krisenstab verschärft Maßnahmen zur Eindämmung …
13 Wochen 3 Tage
Oskar auf der Burg Rheinstein
51 Wochen 6 Tage


X