Vom Distanz- zurück zum Präsenzunterricht

Vom Distanz- zurück zum Präsenzunterricht

Wochenweiser Wechsel oder Präsenztage, Rückkehr zu einem Stück Normalität

In der Rheingauschule wurde die Wegführung in die Klassenräume so gestaltet, dass keine Engpässe entstehen. Auf dieser Treppe darf man nur runter gehen, da es sonst zu eng würde.

Rheingau. (ak) – „Wir freuen uns über die Rückkehr unserer Schülerinnen und Schüler“, erklärte Thomas Fischer, der Schulleiter der Rheingauschule. Obwohl der Schulbetrieb immer noch eingeschränkt ist, kehrt in viele Schülerleben wieder ein wenig Normalität zurück.

Für 500.000 hessische Schülerinnen und Schüler ging es am 18. Mai, nach einer neunwöchigen Covid-19 bedingten Zwangspause, wieder in die Schule.

 

Der Unterrichtsplan in den Hessischen Schulen wurde nach den Vorgaben des Kultusministeriums angepasst. Einerseits stockt er den Unterricht für die Q2 auf, deren Schüler im kommenden Schuljahr die Abiturprüfung ablegen werden, andererseits ermöglicht er die Rückkehr der übrigen Schüler in den Präsenzunterricht, unter den besonderen Rahmenbedingungen der Corona-Pandemie.

So erfordert der Gesundheitsschutz, dass höchstens 50 % der Schüler gleichzeitig in der Schule sind. Daher haben die Schulen die Klassen so aufgeteilt, dass maximal 15 Schüler in einem Raum unterrichtet werden.

Die Rheingauschule, genauso wie die St. Ursula-Schule haben sich entschlossen, die Klassen wochenweise zu unterrichten. So gibt es nun pro Klasse jeweils eine Gruppe A und eine Gruppe B, die wochenweise wechseln.

Während der Präsenzwoche in der Schule wird, in Anlehnung an den ursprünglichen Stundenplan der Klassen, unterrichtet.

Der wochenweise Wechsel passt auch besser zur Lebenssituation der Lehrkräfte, da sie vorzugsweise an den gleichen Tagen eingesetzt werden wie vor der Pandemie.

„Für uns war es wichtig auch die Nebenfächer zu unterrichten“, erklärte Thomas Fischer. So werden die Jahrgangsstufen Fünf und Sechs jede zweite Woche 24 Schulstunden unterrichtet, die höheren Jahrgänge erhalten mehr Stunden.

Die Beachtung der Hygieneregeln für die Schulen ist Voraussetzung für die Minimierung der Ansteckungsrisiken.

Die Lehrkräfte haben deshalb allen Schülern am Montagmorgen die Hygieneregeln vorgestellt. Zudem wurden die Eltern bereits im Vorfeld aufgefordert mit ihren Kindern die Bedeutung der Einhaltung der Regeln zu besprechen, die Kinder auch auf ihre soziale Verantwortung hinzuweisen, außerdem wurden alle aufgefordert eine eigene Mund-Nase-Bedeckung mitzubringen.

Die Rheingauschule hat von einer Mutter aus der Elternschaft 40 handgenähte Mund-Nasen-Bedeckungen geschenkt bekommen, die im Bedarfsfall zur kostenlosen Ausgabe im Schulsekretariat bereitstehen. Außerdem hat das Schulamt noch Einmalmasken zur Verfügung gestellt, die es ebenfalls kostenlos gibt.

In genügender Menge sind Desinfektionsmittel, Seifenspender, Papierhandtücher und Handtuchrollen in den Toilettenräumen vorhanden. In den Klassenräumen ohne Waschbecken gibt es nun auch Handdesinfektionsmittel.

Die Hochschule Geisenheim hat selbst Desinfektionsmittel produziert und es der Rheingauschule gespendet.

„Wir freuen uns, dass die Schüler wieder da sind“, erklärte auch Brigitte Lorenz, die Schulleiterin der St. Ursula-Schule und ergänzte: „Es sind nur noch 14 Unterrichtstage, das ist ein Tropfen auf einen heißen Stein.“ Sie lobte ihre Schüler: „Alle halten sich toll an die Abstandsregeln und tragen in den Pausen einen Mundschutz.“

Zu Beginn der dritten und der fünften Stunde, wenn alle nach der Pause wieder auf ihren Plätzen sitzen, dürfen die Schüler dann auch in ihr Pausenbrot beißen.

An der St. Ursula Schule werden alle Hauptfächer im Präsenzunterricht unterrichtet, einige wenige Fächer, wie auch Religion gibt es nur im Distanz-unterricht, d.h. im häuslichen Lernen.

„Liebe Eltern, wir freuen uns sehr, dass wir ab Montag, dem 18.05.2020 die Türen des Gymnasiums Eltville wieder für Ihre Kinder öffnen können. Natürlich können wir dies nur unter der gebotenen Vorsicht und unter Beachtung der entsprechenden Hygiene-und Abstandsmaßnahmen tun“, steht auf der Homepage des Gymnasiums Eltville.

„Wir haben uns für das sogenannten rollierende Verfahren entschieden. Das heißt, es werden aus den Jahrgängen Fünf bis E jeweils drei Jahrgänge pro Vormittag in der Schule anwesend sein – beginnend am 18.05.2020 mit den Jahrgängen Fünf, Sieben und Neun und am Folgetag die Jahrgänge Sechs, Acht und Zehn“, erzählte Jochen Kleinschmidt der stellvertretende Schulleiter des Gymnasiums Eltville und erklärte: „Jede Schülerin und jeder Schüler soll bei uns jede Woche Präsenztage in der Schule haben. Wir haben solide geplant und gehen davon aus, dass das klappt.“

Durch einen gestaffelten Beginn, zur ersten und zur zweiten Stunde, und einen entsprechenden gestaffelten Schulschluss soll das Schüleraufkommen entzerrt werden. Da es mit der Wiederaufnahme des Unterrichtes vieles zu erklären und zu erläutern gibt, startete die Gutenbergschule Eltville zunächst mit einer Reihe von Infoveranstaltungen für alle Klassen.

Ab 25. Mai beginnt dann dort wieder der Unterricht. Jede Klasse hat zwei Präsenztage pro Woche in der Schule und der Schultag dauert fünf oder sechs Stunden.

An beiden Präsenztagen werden alle Hauptfächer unterrichtet, die Nebenfächer nur einmal pro Woche. Der Wahlpflichtunterricht, Religion/Ethik (Fünf bis Acht) und Sport entfallen ganz. Die Klassen wurden nach dem Alphabet in zwei Gruppen aufgeteilt und werden jeweils von einem Zweierteam Lehrkräfte unterrichtet.

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