Große Konventstage des Rheingauer Weinkonvent

Große Konventstage des Rheingauer Weinkonvent
Weinproben, Weinwanderung, Wein-Trends, Investiturfeier und Ehrungen

Der Rheingauer Weinkonvent mit Kapitel, Neukonventualen und Jubilaren im Kreuzgang des Klosters Eberbach.

Kloster Eberbach. (ak) – Einer der Höhepunkte der großen Konventstage des Rheingauer Weinkonvents war die Investiturfeier in der Basilika von Kloster Eberbach. Zum ersten Mal wurde die Feier vom Nassauischen Blechbläser Ensemble musikalisch begleitet.

Hinter der Fahne des Rheingauer Weinkonvents zog das Kapitel mit Neukonventualen und Jubilaren feierlich in die Basilika ein. Das Ensemble spielte dazu die „Sonata“ aus „Die Bänkelsänger“.

 

Anschließend begrüßte die Kapitelälteste Nadine Haas die anwesenden Gäste und erklärte, dass die Qualität eines Weins im Weinberg entsteht, dass aber auch eine gute fachliche Praxis der Winzer benötigt wird.

Dann gab sie einen Ausblick in neue Wein-Trends. Sie sprach über naturbelassene Weine und die neue Farbe für Weine: Orange. Auch Amphoren-Weine sind wieder in Mode. Schon in der Antike wurde Wein in vergrabenen Tongefäßen hergestellt. Heute hat man Amphoren mit einem Fassungsvermögen zwischen 50 und 4.000 Liter, in denen die Weine gehren.

Für die Winzer ist es eine Herausforderung leckeren Wein ohne Zusätze herzustellen. „Natural Wines“ sind für Freunde des natürlichen Geschmacks, aber sie sind trüb.

„Ich bin seit 20 Jahren die Weinmajestät und in einer Beziehung zum Rheingauer Weinkonvent. Heute ehren wir Jubilare, die seit 25 Jahren zum Konvent gehören und hier viele genussvolle Momente erlebt haben“, erzählte Nadine Haas. Dann stellte sie die Rheingauer Weinkönigin Tatjana Schmidt vor. Die 25-jährige Walluferin ist so alt, wie die Mitgliedschaft der zu ehrenden Jubilare.

„Liebe Konventuale, Wein verbindet. In der Schule habe ich zwar gelernt, dass zu einem Satz Subjekt, Prädikat und Objekt gehören, aber dieser Satz hat eine viel größere Verbindung, eine Verbindung die wächst. Wein ist etwas ganz Tolles,“ erklärte die Rheingauer Weinkönigin. Anschließend las sie die Klosterlegende vor, die sie als das Grundgesetz des Konvents bezeichnete.

„Der Schlüssel am Lederband wird nun verliehen, wie es die Klosterlegende besagt“, erklärte Nadine Haas und freute sich: „Schön, dass sie heute hier sind. Ich hoffe sie noch häufiger hier zu treffen, auch bei unserem regelmäßigen Stammtisch.“

Die Aufnahme der Neukonventualen erfolgte in zwei Gruppen. Die erste Gruppe wurde von Hannelore Mehl, der Schriftführerin des Rheingauer Weinkonvents aufgenommen. Sie begrüßte Barbara und Wolfgang Roßmeißel, Cornelia Schimpf, Dr. Ulrich Beidatsch und Hendrike Sydow in den Reihen des Weinkonvents. Der neue Schatzmeister des Konvents, Heiko Sundermann nahm Monika Schneider und Ludwig Straub in den Konvent auf. Anette Bohrmann, Frank Bohrmann und Gerd Seith gehören bereits seit 2017 zum Weinkonvent. Da sie aber bei der Investiturfeier 2017 verhindert waren, wurde es nun in diesem Jahr nachgeholt. Dieses Jahr gab es 16 Neuaufnahmen, aber Steffi Brockmann, David Döring, Frank Döring, Marina Döring, Helga Jeude, Margarethe Klever, Wilfram Schumacher, Jörg Sundermann und Yvonne Ungruh waren verhindert.

Im Rahmen der Investiturfeier bekamen die Neukonventualen eine Kette mit einem Schlüssel. Hier gibt es zwei Varianten: Eine schwerere Kette und eine leichtere, die für die weiblichen Mitglieder gedacht ist. Trotzdem wählen viele Frauen die schwerere Kette. Nach der Aufnahme der Neukonventualen spielte das Ensemble „From a distance“ von Julie Gold.

Dann erinnerte Nadine Haas an Ereignisse aus dem Jahr 1993. Der EU-Binnenmarkt trat in Kraft, Bill Clinton wurde amerikanischer Präsident, die Postleitzahlen wurden fünfstellig und Nelson Mandela und Frederik Willem de Klerk bekamen den Friedensnobelpreis. „1993 war ein gutes, bis sehr gutes Weinjahr. Die Weine lassen sich noch gut trinken. Die Jubilare sind Botschafter der Region. Ich hoffe sie haben auch weiterhin viel Freude an ihrer Mitgliedschaft“, wünschte Nadine Haas der Jubilarin Karola Querfeld aus Bonn und dem Jubilar Bernd Schultheiss aus Frankfurt. Ebenfalls 25 Jahre beim Weinkonvent, aber bei der Ehrung verhindert: Brigitte Bickelmaier, Christoph Hirschmann, Thorsten Mank und Martin Siegfried.

„Wir sind nun beim Ende angelangt. Dies war die letzte von 15 Feiern, die ich von vorne miterleben konnte. Aber ich hoffe noch viele aus den Gastreihen sehen zu können“, verabschiedetet sich die Kapitelälteste Nadine Haas.

Nach dem Auszug des Kapitels mit den Neukonventualen und den Jubilaren fand ein Umtrunk im Kreuzgang von Kloster Eberbach statt. Es wurde ein Erbacher Schlossberg Riesling Kabinett aus dem Jahr 1985 von Schloss Reinhartshausen ausgeschenkt. Anschließend gab es eine Vesper im Mönchsrefektorium. Zum Ausklang der Großen Konventstage gab es eine Weinprobe zum Thema „Rheingauer Weinkonvent trifft königliche Lehranstalt“. Der Vortrag wurde von Mathias Friedel von der Hochschule Geisenheim moderiert.

Rund um den Fronleichnams-Feiertag feierte der Rheingauer Weinkonvent seine Großen Konventstage. Diese begannen am Mittwoch in Erbach beim Weingut Crass mit einer Weinprobe. Am Donnerstag folgte eine „Schwimmende Weinprobe“ von Walluf bis Lorch, die auf dem Schiff von den Rheingauer Weinmajestäten Tatjana und Janine moderiert wurde. Freitags gab es einen Weinerlebnis-Wandertag in Johannisberg. Zu Fuß wurde am Schloss Johannisberg gestartet und weitere interessante Stationen wie beispielsweise Burg Schwarzenstein, Schloss Hansenberg und die Villa Mumm Thema besucht, an denen Weine verkostet wurden.

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