Sternsingertag per Live-Stream

Aktionsauftakt mit Sternsingern und Bischof Bätzing wurde live aus Limburg übertragen

„Kindern Halt geben –in der Ukraine und weltweit“ ist das Motto der diesjährigen Sternsingeraktion.

Rheingau. (sf) – „Der Sternsingertag muss leider abgesagt werden!“, auch vor einer ehrenamtlichen Aktion, in der Kinder sich für Kinder engagieren, machen die Corona-Einschränkungen nicht halt. Der traditionelle Auftakt zur Sternsingeraktion findet alljährlich beim Sternsingertag im November statt. Die verschiedenen Kirchorte veranstalten diesen Tag in Zusammenarbeit mit ihrem Bistum und stellen den Aktionsschwerpunkt vor.

 

In diesem Jahr war allerdings alles anders: Statt dem gemeinsamen Sternsingertag vor Ort gab es einen digitalen im Limburger Dom. Den wollten die Kinder der Heilig Kreuz-Pfarrgemeinde eigentlich zusammen im Pfarrzentrum anschauen. Doch der zweite Lockdown mit seinen Vorgaben machte auch diese Variante zunichte. So blieb den Kindern nichts anderes übrig, als zu Hause den Live-Stream mit dem bunten Programm rund um die Sternsingeraktion anzuschauen.

Im Mittelpunkt stand dabei das Thema der diesjährigen Aktion „Segen bringen, Segen sein.Kindern Halt geben –in der Ukraine und weltweit“ und niemand geringeres als Willi Weitzel von „Willi will‘s wissen“ erklärte im Rahmen dieses Live-Streams mit Einspielfilmen, wie die Kinder in der Ukraine leben. Dazu hatte er Familien in der Ukraine besucht, stellte Kinder vor, die im Sport tolle Leistungen erbringen, ihren Schulalltag, und dass deren Eltern in Deutschland oft als Pflegekräfte oder in der Gastronomie arbeiten. Viele Monate seien Vater oder Mutter weg von ihrer Heimat, um ihre Familien ernähren zu können. Das Handy spiele hier eine noch viel größere Rolle als in Deutschland im Alltag der Kinder. Denn die Smartphones seien oft die einzige Verbindung der Eltern im Ausland zu ihren Kindern. Eine Frau im Interview mit Willi Weitzel erinnerte sich unter Tränen, wie es war, als ihre Mutter über Monate hinweg in ihrer Kindheit in Italien gearbeitet hatte.

Auch Bischof Georg Bätzing nahm an dem Sternsingertag teil, und sagte, der Stern leuchte schon jetzt. Er sei dankbar, dass die engagierten Kinder in seinem Bistum mit ihrer Aktion die Botschaft des Friedens in die Häuser der Menschen bringen würden. „Wir sind eine Gemeinschaft“, so der Bischof.

Im weiteren Programm gab es Gesprächsrunden mit Sternsingern aus Kelkheim, Frankfurt und Limburg, die vor Ort im Limburger Dom waren und Raterunden wie „1, 2 oder 3?“ gestalteten. So konnten die Zuschauer mitraten, wie die erste Zeile des Sternsingerliedes heißt und was genau C+M+B heißt: Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus.

„Gemeinsam sind wir stark, wir halten zusammen und fühlen uns über die sozialen Medien an diesem Tag miteinander verbunden“, erklärten die Aktiven des Live-Streams und grüßten alle Sternsinger zu Hause. Rund 120 Zuschauer hatten sie dabei.

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