Verzicht auf „Kulturland“ im Logo

Verzicht auf „Kulturland“ im Logo
Wort-Bild-Marke Rheingau wurde vom Zweckverband überarbeitet

Die Wort-Bild-Marke für den Rheingau wurde überarbeitet.

Rheingau. (mg) – „Weniger ist mehr“ – das Motto hat sich der Zweckverband Rheingau zu eigen gemacht und die Wort-Bild-Marke Rheingau überarbeiten lassen. Dabei ist der Begiff „Kulturland“ gestrichen worden.

Der Relaunch der Dachmarke „Kulturland Rheingau“ war eines der im Endbericht verabschiedeten Projekte aus der ersten Weiterentwicklungsphase. Neben der Diskussion um den Begriff „Kulturland“ hatte bei der Anpassung der Wort-Bild-Marke vor allem das Thema „bessere Nutzbarkeit“ eine hohe Priorität.

 

Die überarbeitete Wort-Bild-Marke ähnelt auf den ersten Blick der alten und unterscheidet sich doch erheblich. Die Ähnlichkeit zum bisherigen Logo ist ausdrücklich gewünscht, zumal es seit dem Jahr 2010 genutzt wird.

Beim Redesign des Logos wurden die konkreten Merkmale beibehalten und hervorgehoben. Die Teilung der Welle im alten „Kulturland Rheingau“- Logo in Weinberge und den Rhein wurde aufgelöst; der Rheinverlauf mit seinem rheingautypischen „Knick“ als das Alleinstellungsmerkmal des Rheingaus wurde deutlich herausgearbeitet und ins Zentrum gestellt.

Details wie beispielsweise die gelben Schatten hinter der Schrift sowie die gezeichneten Trauben wurden entfernt und die graue Schriftfarbe in Schwarz geändert. Die Farben sind nun kräftiger geworden.

Auch wenn auf den ersten Blick die Änderungen marginal erscheinen, zeigen sich im Detail die Optimierungen. Der Schriftzug wurde mit neuem Zeichenabstand versehen, die Trauben und die Welle wurden neu gezeichnet. Die Nutzbarkeit des Logos wurde stark vereinfacht. Der bislang zwingend notwendige weiße Rahmen entfällt. Drei Varianten des Logos stehen zur Verfügung und können je nach gewünschter Variante in Schwarz, Weiß oder im 4-Farbdruck eingesetzt werden. „Der Rheingau ist Kulturland. Doch er ist viel mehr als das. Gerade die Vielfältigkeit zeichnet den Rheingau aus“, erläutert der aktuelle Verbandsvorsteher des Zweckverbands Rheingau, Geisenheims Bürgermeister Christian Aßmann. Nach lebendiger Diskussion hätten sich alle Verantwortlichen darüber verständigt, auf den Begriff „Kulturland“ zu verzichten. Dass der Rheingau ein Gebiet mit einer hohen Dichte an kulturellen Baudenkmälern ist und eine hohe kulturgeschichtliche Relevanz hat, werde über das Marketing vermittelt.

„Weniger ist mehr könnte man als Maxime für das Logo ausgeben. Es wurde sich für ein aufgeräumtes, präsenteres und dynamischeres Logo entschieden, mit dem sich jeder Rheingauer identifizieren kann“, hofft Christopher Schaefer vom Zweckverband Rheingau, verantwortlich für die Umsetzung des Dachmarkenprojektes.

Rund um die Neugestaltung der Dachmarke wurde auch die gesamte Kommunikationspalette entsprechend des überarbeiteten Logos neu entwickelt. Egal ob Plakate, Flyer oder Broschüren, nichts wurde unangetastet gelassen. Dazu gibt es ein „Markenmanual“ als visuelles Regelwerk zur Handhabung der Marke. Hierin ist konkret festgelegt, nach welchen Vorgaben das überarbeitete Logo verwendet werden darf, um einen einheitlichen Auftritt zu gewährleisten.

Domain-Änderung

Zeitgleich mit der offiziellen Vorstellung des angepassten Dachmarken Logos wird auch die Internet-Domain angepasst. Künftig wird aus www.kulturland-rheingau.de einfach „rheingau.com“.

Allerdings könnte dies bei den Usern im Netz zu Verwirrungen führen. Denn die Adresse „rheingau.de“ ist seit vielen Jahren im Besitz von Frank Förster. Mit ihm hatte sich der Zweckverband Rheingau vor zehn Jahren schon einmal über die Domain gestritten. Dieser Streit ging bis vor das Oberlandesgericht, das dem Zweckverband 2011 empfahl, die Berufung gegen die landesgerichtliche Entscheidung wegen Erfolglosigkeit zurückzuziehen.

Denn die Vorinstanz hatte bereits erklärt, dass der Zweckverband Rheingau kein Anrecht auf Übertragung der Domain „rheingau.de“ habe, da es sich hierbei um einen „generischen Begriff“ handele, der nicht gesondert geschützt sei. Frank Förster konnte die Domain behalten. Einen Konflikt sieht er in dem Domain-Umzug des Zweckverbands nicht, zumal man ja untereinander einen guten Kontakt pflege und man sich nicht gegenseitig etwas streitig mache, auch wenn es nun durch den Verzicht auf die individuelle und unverwechselbare Adresse „kulturland-rheingau“ möglicherweise bei Nutzeranfragen über den gemeinsamen Namen „rheingau“ zu Fehlleitungen kommen könne.

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