137 Wasserratten kamen zum Benefizschwimmen

137 Wasserratten kamen zum Benefizschwimmen
Viertes Benefiz-Moonlight Schwimmen im Asbach Bad war wieder ein voller Erfolg

Insgesamt zogen 137 Teilnehmer für den guten Zweck, den Wünschewagen und die Rettungsschwimmer des ASB, ihre Bahnen im Rüdesheimer Asbachbad.

Rüdesheim. (sf) – Ein voller Erfolg war im fünften Jahr wieder einmal das Benefiz-Moonlight Schwimmen im Asbach Bad: die Außentemperatur betrug ideale 33 Grad, das Wasser hatte satte 28 Grad. Auf vier zum Schwimmen abgesperrten Bahnen herrschte ein Riesenandrang, nach knapp einer Stunde war schon der 60. Teilnehmer angemeldet, als letzte sprang am Samstagabend die Startnummer 83 ins Wasser und nutzte die letzte Viertelstunde zum Bahnen ziehen.

Im Rest des Freibades tobten kleine Wassernixen und viele hundert Besucher, die auch wenn sie nicht am Benefizschwimmen teilnahmen, die eine oder andere Spende für den guten Zweck stifteten.

Die Veranstalter und zahlreichen Helfer freuten sich riesig über das große Interesse. Bei strahlenden schönem Sonnenschein und Hochsommertemperaturen hätte man sich diesmal fast gewünscht, das Benefizschwimmen wäre wie zu Beginn der Veranstaltungsreihe bis in die Nacht hinein gegangen. Wie schon im Vorjahr hatten die Freibadfreunde ihr Benefiz-Schwimmen auf Samstagabend und Sonntagvormittag gesplittet, der zweite Durchgang am Sonntag von 9 bis 12 Uhr kam vor allem auch den Senioren entgegen.

Und schon am Samstag um 17 Uhr gab es gleich zu Beginn der Veranstaltung brechend volle Bahnen im für das Benefizschwimmen zu Gunsten des ASB-Wünschewagens und der ASB-Rettungsschwimmer-Ausbildung. Der Andrang war so groß, dass es am frühen Abend sogar zu Wartezeiten kam. Die Gäste standen am Beckenrand Schlange, um ins Wasser zu kommen. Und die Zähler, die an den Startblöcken Platz genommen hatten und die Bahnen der einzelnen Schwimmer genau notierten, mussten höchste Konzentration aufbringen, so viele Schwimmer waren im Wasser. Zu den Zählern am Beckenrand gehört seit Jahren eine treue Gruppe aus Wiesbaden, die jedes Jahr noch ein paar Helfer mehr mitbringt, wie Winfried Schönbach von den Freibadfreunden verriet.

Anmelden mussten sich die Teilnehmer am Organisationstisch bei Sandra Geisler und ihren fleißigen Helfern und auch dieses Team kam erst gegen Abend zum ersten Mal kurz zum Durchschnaufen, schließlich hatte bei der Hitze auch der Computer schlapp gemacht und alles musste von Hand niedergeschrieben werden. Der Dauerbetrieb hielt die freiwilligen Helfer auf Trab, die letzte Anmeldung kam um 19.45 Uhr. Zahlreiche Vereinsschwimmer waren mit von der Partie, aber auch Teilnehmer, die erzählten, dass sie seit Jahren nicht mehr geschwommen sind. Sogar eine ganze Fußballmannschaft war mit an Start: die D-Jugend des FV schwammen in Rahmen des „Teambuilding für die Saison“. Nach dem 2:1-Testspielsieg am Vortag gegen Limburg schwammen die neun Jungs und ihr Coach 230 Bahnen für den guten Zweck: „Dreimal so viel, wie wir uns vorgenommen hatten“.

Insgesamt zogen 137 Teilnehmer für den guten Zweck ihre Bahnen im Rüdesheimer Asbachbad. Der jüngste von ihnen war der zweieinhalb Jahre alte Ole, der eine 25-Meter-Bahn mit Schwimmflügelchen und Unterstützung vom Papa schaffte, weil er „auch für den „Krankenwagen“ spenden“ wollte. Karl Petry, der vor wenigen Tagen seinen 80. Geburtstag feierte, brachte es als ältester Schwimmer im Wasser es auf einen glatten Kilometer für den guten Zweck. Unter den Teilnehmern waren auch ein paar Leistungsschwimmer, von Klein bis Groß, wie der dänischer Schwimmer, der sein Land schon bei Jugendwettbewerben vertreten hat. Ansonsten waren viele ganz „normale“ Schwimmbegeisterte mit von der Sache und auch spontan durch die Aktion begeisterte Tagesgäste des Freibades. „Jede Bahn zählt dank des Startgeldes und der Sponsoring-Leistungen, die etwa 34 Cent pro Bahn bringen“, so auch Sabrina Sengler von den Freibadfreunden. Am Ende zählten die Freibadfreunde 9.885 zurückgelegte Bahnen an zwei Tagen. Damit kommen mehr als 3.300 Euro insgesamt und errechnet Sandra Geisler vom Freundeskreis des Rüdesheimer Freibades.als Erlös. „Damit sind alle unsere Erwartungen übertroffen“, erklärte sie. Und trotz der vielen Arbeit gab es bei den Veranstaltern nur strahlende Gesichter.

Wie schon im Vorjahr kam der Erlös dem Arbeitersamariterbund ASB gut Gute. Zum einen für die Ausbildung von Rettungsschwimmern und für den neuen Wünsche-Wagen, der Sterbenden in ganz Hessen letzte Fahrten zu Wunschorten ermöglicht. Begleitet werden die Fahrten, entsprechend den Bedürfnissen des Fahrgastes, von mindestens einem Rettungssanitäter sowie fachlich geschulten Begleitpersonen aus dem Bereich Rettungsdienst oder Pflege, die sich ehrenamtlich einbringen. „Der 101jährige Charly hatte den großen Wunsch, noch einmal einen Nachmittag im Rheingau zu verbringen und dort mit seinen Lieben ein Glas Wein zu genießen“, erzählten die zuständigen Mitarbeiter vom ASB am großen Infostand im Asbachbad von einer besonderen Fahrt mit dem Wünschwagen. „Bei schönstem Wetter ging esam 11. Juni letzten Jahres mit dem hessischen Wünschewagen zum Weingut Becker in Walluf, wo Charly einen wundervollen Tag mit seiner 94jährigen Ehefrau und der gesamten Familie verbrachte. Unsere ehrenamtlichen Wünscherfüller Malte und Christopher erklärten unserem erblindeten Fahrgast dabei jedes Detail, sodass er alle schönen Momente so intensiv wie möglich genießen konnte“, so die Projektmitarbeiter, die den ASB-Wünschewagen sogar mit zum Schwimmbad gebracht haben. Und dort boten die Freibadfreunden den fleißigen Schwimmern der Benefizveranstaltung auch nach ihrem Sportkraftakt frisches Obst an.

Zum Schutz für alle großen und kleinen Schwimmgäste und die Teilnehmer des Benefizschwimmens waren während des Nachmittages und des Abends zahlreiche Schwimmmeister aus dem Team des Asbachbades im Einsatz. „Wir unterstützen die gute Sache der Freibadfreunde sehr gerne“, erklärte Heike Kienberger von der Betriebsleitung. Außerdem war auch der ASB selbst mit ehrenamtlichen Rettungsschwimmern beteiligt.

Strecken von 25 Metern bis 11.000 Metern wurden geschwommen, insgesamt wurden 253.125 Meter in den sechs Stunden geschwommen. Die Durchschnittsleistung lag bei 1,85 Kilometer, also 72 Bahnen. Für die Sport-Schwimmer hatte es eine Extra-Bahn gegeben, auf der schneller geschwommen wurde, ganz junge oder Teilnehmer, die lange nicht geschwommen sind, zogen eher ruhig ihre Bahnen. Die Tagesbestleistung erreichten am Samstag zwei Schwimmer mit 8 km und 8,5 km, am Sonntag schwamm ein Teilnehmer satte 7 Kilometer. Zehn Schwimmer erbrachten mehr als 5.000 Meter, 67 Teilnehmer bis zu 2.500 Meter und 35 Teilnehmer bis zu 1.000 Meter. Für alle Teilnehmer gab es eine Urkunde mit der erschwommenen Strecke.

„Wir sind vollauf zufrieden mit der Veranstaltung. Unsere Erwartungen sind auch hinsichtlich der zusammengekommenen Summe mehr als übertroffen“, erklärte das Kernteam der Organisatoren von den Freibadfreunde. Mit zahlreichen Helfern und dank der großen Unterstützung der Asbachbad-Mitarbeiterin Heike Kienberger und ihrer Kollegen stemmten sie großen Zulauf.

Und groß war die Freunde darüber das es noch zusätzliche Spenden am Veranstaltungstag von den kleinen Teilnehmern am Wassernixenschwimmen, den Badegästen und den Gästen des Minigolfplatzes gab. Im Nichtschwimmerbecken hatte der Frankfurter Fotograf Daniel, der seit vielen Jahren schon das Asbachbad mit Aktionen unterstützt, ein Foto-Shooting für „Meerjungfrauen“ organisiert. Der Fotograf hatte Meerjungfrauen-Kostüme mitgebracht, in denen die Kinder schwimmen durften und für ein Foto auch ihre bunten Flossen in Positur rückten. „Die Kids standen Schlange und das brachte ebenfalls einige Spenden ein“, freute sich Sabrina Sengler.

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