50 Jahre ehrenamtlich für Heimatstadt Rüdesheim

50 Jahre ehrenamtlich für Heimatstadt Rüdesheim
Ortsgerichtsschöffe Franz Kastenholz feierte Dienstjubiläum

Rüdesheim. (ak) – „Ich kann mich noch erinnern, wie wir vor zehn Jahren ihr 40. Dienstjubiläum hier gefeiert haben und nun, lieber Herr Kastenholz, feiern wie ihr 50. Jubiläum“, freute sich Thomas Hardt, Richter und Direktor des Amtsgerichts Rüdesheim.

Dann ließ er das Arbeitsleben und das ehrenamtliche Engagement von Franz Kastenholz Revue passieren. Von 1965 bis 1992 arbeitete er im öffentlichen Dienst beim Stabilisierungsfonds im deutschen Weininstitut Mainz. Mit seiner Pensionierung rückte seine seit 1976 ausgeübte ehrenamtliche Tätigkeit in seiner Heimatstadt Rüdesheim ins Zentrum.

Zunächst war Franz Kastenholz viele Jahre Stadtverordneter, Mitglied des Finanzausschusses, Mitglied des Sozialausschusses und verschiedener Arbeitsgemeinschaften. Ab 1997 war er Mitglied des Magistrats.

In dieser Zeit bekam er viele Ehrungen: Den Ehrenteller der Stadt im Jahr 1986, den Ehrenbrief 1993 und die Ehrenmedaille 1997, außerdem ist er Träger des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

„Heute möchte ich Ihnen im Namen der Justiz des Landes Hessen ganz besonders für ihre verdienstvolle ehrenamtliche Arbeit als Ortsgerichtsschöffe seit 31.5.2000 danken. Zuletzt sind sie 2015 erneut für eine fünfjährige Dienstzeit gewählt worden“, bedankte sich Thomas Hardt.

Er erklärte, dass das Amt eines Ortsgerichtsmitglieds nicht immer publikumswirksam ist, aber im Einzelfall überaus bedeutsam und verantwortungsvoll. Jedes Ortsgerichtsmitglied, das einmal bei der Sicherung eines wertvollen Nachlasses oder bei der Schätzung eines Grundbesitzes mitgewirkt hat, kennt das Gewicht der Verantwortung, die das Ehrenamt ihm stellt.

Dann überreichte Thomas Hardt im Namen des Hessischen Ministerpräsidenten eine Ehrenurkunde.

„Wie vor zehn Jahren, kommt es mir auch heute vermessen vor, einem Weinspezialisten wie ihnen, ein Weinpräsent zu überreichen“, erklärte der Richter und verriet: „Dieses Weinpräsent stammt aus dem rotarischen Weinberg in Bacharach. Obwohl es sich um einen einfachen Weißburgunder von 2018 handelt, habe ich persönlich mitgeholfen die Trauben dafür zu lesen. Es war mir eine Freude.“

Franz Kastenholz versicherte, dass er Weinpräsente immer gerne entgegennimmt und bedankte sich: „Ich habe mich auf den Tag heute gefreut, hätte aber vor vielen Jahren nicht damit gerechnet, dass ich einmal mein 50. Dienstjubiläum feiern werde. Mein besonderer Dank gilt unserem Vorsitzenden Willi Schneider. Wir sind seit 1946 befreundet. Du bist ein echter Freund und von Grund auf kollegial. Schön, dass auch unser Vorhänger Karl Ehrhard heute hier ist, er hat uns viel mitgegeben.“

Ein besonderer Dank ging auch an seine Ehefrau Margot, die immer dafür gesorgt hat, dass der Krawatten-Fan Franz Kastenholz mit einer seiner 117 Krawatten passend gekleidet war. „Danke auch dafür, dass du unsere beiden Töchter großgezogen hast, aus denen eine Lehrerin und eine Rechtsanwältin geworden sind“, betonte der Jubilar.

„Du bist im Ortsgericht die Allzweckwaffe, wenn nichts mehr geht, dann setzen wir dich ein“, bekräftigte Willi Schneider.

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