Barriefreie Bahnhöfe müssen das Ziel sein

Mehr Ausbau bis zur Bundesgartenschau 2029 gefordert

Der Bahnhof in Assmannshausen gibt ein Beispiel. Die Zugänge zu den Bahnsteigen erfolgt über die Treppen einer Unterführung. Der Fahrkartenautomat steht in Fahrtrichtung Rüdesheim. Der Ortsbeirat Assmannshausen fordert bereits seit langem barrierefreie Zugänge zu den Zügen.

Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) und der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Loreley, Mike Weiland, setzen sich dafür ein, dass noch mehr Bahnhöfe bis zur BUGA 2029 barrierefrei ausgebaut werden. Unter dem Begriff Barrierefreiheit wird heute ein „universelles Design“ verstanden, das heißt ein Design von Produkten, Umfeldern, Programmen und Dienstleistungen in der Weise, dass sie von allen Menschen genutzt werden können. Das bringt den Kreistagsabgeordneten des Rheingau-Taunus-Kreises, Karl Ottes, auf den Plan. Auch als Vorstandsmitglied des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal sieht er für die Bahnhöfe im Welterbegebiet Dringlichkeit geboten. Damit ist er nicht allein, auch aus der Bevölkerung kommen immer wieder Hilferufe nach Barrierefreiheit. Betroffen wären die Bahnhöfe Rüdesheim (neue Planung), Assmannshausen, Lorch und Lorchhausen im hessischen Teil des Welterbes Oberes Mittelrheintal, so Karl Ottes.

Barrierefreie Bahnhöfe sind so gebaut und ausgestattet, dass alle Reisenden den Zugang zum System Bahn nutzen können. Sie umfassen eine Vielzahl von Aspekten, von Information und Service bis hin zur baulichen Gestaltung. Das übergeordnete Ziel besteht darin, alle einstellungs- und umweltbedingten Barrieren abzubauen, die Reisende an der vollen, wirksamen und gleichberechtigten Teilhabe am Bahnsystem hindern, so die Deutsche Bahn. Ausstattungsmerkmale einer Barrierefreiheit seien zum Beispiel stufenfreie Zugänge zu allen Bahnsteigen, eine Bahnsteighöhe von mindestens 55 cm sowie Zugzielanzeigern oder Dynamischen Schriftanzeigern (DSA). Auf den Bahnsteigen ist ein taktiler Blindenleitstreifen installiert und der Einstieg vom Bahnsteig in den Zug direkt oder über mobile Einstiegshilfen zu erreichen. Ziel müsse es sein, so Karl Ottes, die Modernisierung der Verkehrssituation nicht nur in Rheinland-Pfalz, sondern auch im hessischen Teil des Welterbegebietes bis zur BUGA 2029 in der Gesamtheit in den Blick zu nehmen.

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