Graphik und Collagen „Klassisch – wie Riesling“

Graphik und Collagen „Klassisch – wie Riesling“
Künstlerische Auseinandersetzung mit asiatischer Kalligrafie

Die Künstlerin Birgid Vietz und einige ihrer Werke.

Rüdesheim. (av) – Birgid Vietz lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin in der anregenden Kulturlandschaft des Rheingaus, aktuell zeigt sie derzeit in der RheinWeinWelt eine ganz besondere Art von Bildern. Deren subtiler Reiz beruht auf dem stillen, beinahe stilllebenhaften nebeneinander der Materialien. Streifen von zartem Papier überziehen wie ein Schleier darunterliegende Zeichen. Auf einigen der Bilder ist eine mehrfache Schichtung zu erkennen.

Birgid Vietz ist als freie bildende Künstlerin tätig.

Ausstellungen im In- und Ausland begeistern die Kunstliebhaber. Ihr Atelier hat sie in Stephanshausen. Ihre Ausstellung in der Rüdesheimer RheinWeinWelt ist noch bis zum 1. September zu sehen. Eröffnet hat sie die Inhaberin Annette Perabo, die zur RheinWeinWelt und der Idee sie zu gründen sprach und sich über die Bilder von Birgid Vietz freute, die zu den Öffnungszeiten Sonntag bis Donnerstag von 11 bis 20 Uhr und Freitag sowie Samstag von 11 bis 22 Uhr betrachtet werden können – mit einer Weinprobe von besonderer Art verbunden.

Ellen Zobel, zweite Vorsitzende des Rheingauer Kunstvereins, die Birgid Vietz und ihre Arbeiten bei der Vernissage vorstellte, sprach von einer Künstlerin mit internationalem Renommee. Sie erhielt ihre künstlerische Ausbildung in der Werkkunstschule Merz in Stuttgart, der Hochschule für Gestaltung in Offenbach und der Hochschule für bildende Künste im Frankfurter Städel. Ellen Zobel: „Mit ihrem Mann bereiste sie die ganze Welt und insofern fließt eine ethnologische Vielfalt der Kulturen in ihr Werk ein.“ Der Mensch und dessen „lebendige Ursprünglichkeit“ sei dabei ihr Ausgangspunkt.

In der Ausstellung zu sehen sind Werke aus der Zeit von 1987 bis 2017, wie die Künstlerin gegenüber dem Rheingau Echo betonte. Ihre Arbeitsmaterialien seien durchweg natürlichen Ursprungs. Reispapierbahnen und Holz, ausgediente Treppenstufen, alte Holztüren oder ausrangierte Fensterläden kommen zum Einsatz und würden zu Druckstöcken, die man oft in ihren Bildern erkennt. Auf den Bildern lässt Birgid Vietz wilde „Sharmanen“, lärmende Geister und Fantasiewesen tanzen. „Natur verbindet sich bei mir mit der Kunst“, sagt die Künstlerin, die sorgsam und bewusst mit ihren Materialien umgeht und sie nur dann zum Einsatz bringt, wenn Freude und Ideen aufkommen. Und Ellen Zobel fügt in ihrer Laudatio hinzu, dass sich Vietz auch „mit Kunst am Bau intensiv beschäftigt und große Fabelfiguren sowie Bruchmosaike entwickelt – für Schulen und Privathäuser. Sie hat für renommierte Textilfirmen Stoffentwürfe designt und auch Weinetiketten entworfen.“ Weitere Techniken sind Radierungen und Lithografien. „Ihre Radierungen entstehen von Kupferplatten (Ätzradierung) aber auch von Zinkplatten (Kaltnadelradierung). Die Lithografien sind Steindrucke von Solnhofener Schiefer. Dabei wird Fett auf dem Stein präpariert mittels Säure“, so Ellen Zobel, die mit Leben und Werk der Künstlerin beschäftigt hat und sie riet den Besuchern: „Lassen Sie uns gemeinsam eintauchen in die ursprüngliche Welt der Birgid Vietz. Jeder sieht sicherlich was anderes darin und interpretiert ihre Kunst für sich individuell. Man kann diskutieren, sich auseinander setzen und sich hineinversetzen. Es ist jedenfalls eines nicht: Langweilig!“.

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