Klaus Zapp geht mit Freude und Optimismus an die Arbeit

Klaus Zapp geht mit Freude und Optimismus an die Arbeit

Gute Wünsche zur Amtseinführung im großen und fast zu kleinen Sitzungssaal des Rathauses

Stadtverordnetenvorsteher Hansjörg Bathke eröffnet, die Stadtverordnetenversammlung, in der die ordnungsgemäße Wahl des Bürgermeister einstimmig festgestellt wurde.

Rüdesheim. (av) – Hände schüttelnd läuft der künftige Bürgermeister von Rüdesheim am Rhein durch den überfüllten großen Sitzungssaal des Rathauses, allen Menschen, die zu seiner Amtseinführung gekommen waren, konnte Klaus Zapp gar nicht erreichen, dafür sollte am Ende der Stadtverordnetenversammlung mit Beschlussfassung zur Gültigkeit der Bürgermeisterwahl und Ablegung des Amtseides noch ausreichend Zeit sein. Unter den 25 Stadtverordneten und Vertretern aus Wirtschaft, Gesellschaft und Kirche, vertreten durch die Äbtissin der Abtei St.

Hildegard, Dorothea Flandera und Pfarrerin Christina Roepke-Keidel auch Landrat Frank Kilian und Welterbedezernent Karl Ottes, Rheingauer Bürgermeister oder deren Vertreter sowie Zapps neuer Kollege aus Lorch, Ivo Reßler, der zur gleichen Zeit sein Bürgermeisteramt antritt. Erster Stadtrat Dr. Dieter Steinbauer überreichte Klaus Zapp die Ernennungsurkunde und nach Ablegung des Amtseides vor Stadtverordnetenvorsteher Hansjörg Bathke die Amtskette. Beide versprachen eine gute Zusammenarbeit und Unterstützung im Amt. Zapp möge seine Arbeit gewissenhaft und pflichtgemäß erfüllen.

Hansjörg Bathke sprach von einem langen und fairen Wahlkampf, bei dem er bekanntlich auch selbst seine Bewerbung in den Ring geworfen hatte. Zugleich machte er den Hassworten in sozialen Netzwerken eine deutliche Absage. Ebenso den im gesamten Land pulsierenden Drohungen gegen Bürgermeister und Mandatsträger. In Anbetracht dessen verdiene Klaus Zapp alle Hochachtung, dass er sich zur Wahl des Bürgermeisters gestellt habe. „Rüdesheim braucht einen Aufschub“, so der Stadtverordnetenvorsteher, der Zapp als geradlinigen, kompetenten und zuverlässigen Menschen bezeichnete. Er dankte aber auch dem scheidenden Bürgermeister Volker Mosler, der zwölf Jahre für und in der Stadt gewirkt hat und bei der Stichwahl keine Mehrheit erreichen konnte. Als kommunalpolitischer Neuling müsse sich Klaus Zapp (parteilos) nun einarbeiten. Zapp müsse jedoch ein Meister der Dinge sein und stets ein offenes Ohr für die Bürgerschaft und all deren Nöte und Ängste haben.

Unterstützung angeboten

Der Kreisbeigeordnete Karl Ottes bot die Unterstützung des Rheingau-Taunus-Kreises bei all den vielen Aufgaben, die auf den neuen Verwaltungschef zukommen, an. Landrat Frank Kilian war wegen eines anderen Termins später gekommen und sprach seinen Glückwunsch aus. Geisenheims Bürgermeister Christian Aßmann gab den Rat, dass Klaus Zapp, die anstehenden Aufgaben nicht gleich „überpacen“ solle. Er möge die Aufgaben und immer mehr werdenden Herausforderungen in Verwaltung und Amt auf sich zukommen lassen und ihnen stand halten. Dass er sowie auch Bürgermeister Kay Tenge, Oestrich-Winkel, zu allen Gesprächen bereit stehen, stärkt den Anfang von Bürgermeister Klaus Zapp. „Versuchen Sie nie an ihr Limit zu gehen“, so der Ratschlag. Auch Geisenheim und Oestrich-Winkel wollen helfen, Rüdesheim weiter voranzubringen. Wichtig sei, die Interessen der Bürgerinnen und Bürger mit in die Beratungen einzubinden. „Wir können alles richtig machen, es wird so oder so ausgelegt“, fügte Kay Tenge hinzu.

Als Vertreter der stärksten Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung wünschte Lothar Thewes (CDU) dem neuen Bürgermeister Durchsetzungsvermögen, eine eigene Meinung, „ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit“, so Thewes. Manuela Bosch (GfR) sprach von einem neuen Lebensabschnitt für die Stadt. Für Klaus Zapp gebe es genug gefüllte Schubladen mit Herausforderungen. Um sie bewältigen zu können, verwies Bosch auf die guten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung, die ihn dabei unterstützen würden. Es gehe aber nicht alleine darum, Rüdesheim zu verwalten, sondern auch neu zu gestalten. Für die WIR-Fraktion bot der Vorsitzende Michael Barth dem neuen Verwaltungschef eine konstruktive Zusammenarbeit an. Bürgermeister in Rüdesheim zu sein, sei „nicht vergnügungssteuerpflichtig“. Er wünschte Zapp eine gute Hand für ein großes Experiment, dass er in seinem Leben angehe. Für die SPD-Fraktion sei Klaus Zapp der „Wunschkandidat“ gewesen, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen König. Nun gehe es darum, erste Maßnahmen auf den Weg zu bringen und gemeinsam umzusetzen. Dazu würden auch die Sozialdemokraten ihre gewünschten Ziele einbringen. Für die evangelische und katholische Kirche gratulierte Pfarrerin Christina Roepke-Keidel dem neuen Bürgermeister zur Amtseinführung. Sie wünschte Geduld und gutes Zuhören, um die Belange der Menschen in der Stadt umsetzen zu können. Den guten Wünschen schloss sich der Leiter der Hildegardisschule Rüdesheim, Thomas Nestler an und er hofft nun auf die Anerkennung der Integrierten Gesamtschule.

Freude und Optimismus

Mit der Bitte um eine Schweigeminute für den bei einem Brand in Presberg verstorbenen siebenjährigen Dominik begann Zapps Rede zur Amtseinführung. Danach dankte er seinen Rheingauer Kollegen für die angebotene Hilfe beim Start in einen neuen Lebensabschnitt. Bei allem, was man in Rüdesheim bewege, müsse die Streitkultur außen vor bleiben. Zusammenarbeit ist ihm wichtig, „ich alleine werde dies nicht schaffen“, sagte Zapp, der mit „Freude und Optimismus“ an seine Arbeit geht. Themen wie die Kindergartensituation, Straßensanierung, die Beseitigung des Bahnübergangs nennt er. Auch den Bau des Europakreisels und das Stadtumbauprogramm. Das seien Riesenchansen für Rüdesheim sich fortzuentwickeln. Ebenso die BUGA 2029, für die es an der Zeit sei Pläne vorzulegen, um an Fördergelder zu gelangen. Bereits beim Neujahrsempfang des Gewerbevereins und der Wirtschafts- und Tourismusförderung Rüdesheim und Assmannshausen am Rhein e. V. habe er eine Aufbruchstimmung verspüren können, so Bürgermeister Zapp. Ihm sind auch die Stadtteile sehr wichtig. „Sie sollen Stolz auf ihren Ort sein und zur Stadt Rüdesheim am Rhein“. Niemand solle sich ausgegrenzt fühlen. Auch die Politikverdrossenheit müsse abgelegt werden, damit dies gelinge, müsse die Politik zu den Bürgern gehen. Mehr Transparenz nach außen bringen. „Bei mir ist mitdenken ausdrücklich erlaubt“, sagte Klaus Zapp auch mit Blick auf die „guten Leute in der Stadtverwaltung“. Klaus Zapp: „Lassen sie uns gemeinsam Wege suchen“.

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