Spektrum der Gynäkologie erweitert

Spektrum der Gynäkologie erweitert
St. Josefs Hospital Rheingau bietet mehr Operationen und eine Rundum-Versorgung an

Auf dem Foto: Jennifer Eberl, Sabrina Röhrig, Dr. Christopher Wolf, Irina Abel und Petra van Husen (v.l.n.r.).

Rheingau (mh) – Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung am vergangenen Samstag konnten Besucherinnen und Besucher sich nicht nur Einblicke in die neu gestaltete gynäkologische Abteilung des St. Josefs Hospitals Rheingau in Rüdesheim verschaffen, sondern sich auch über die erweiterten gynäkologischen Angebote dieses Hauses informieren.

 

Wie Leitender Oberarzt Dr. Christopher Wolf erklärte, wurde die Erweiterung des Spektrums der Gynäkologie am Standort Rüdesheim durch die Einrichtung eines Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) durch die Kooperation mit der Frauenklinik des St. Josef Hospitals Wiesbaden, ermöglicht.

Zwar behandeln, wie er betonte, bereits seit 2017 Wiesbadener Gynäkologen in Rüdesheim Patientinnen. Nun seien sie aber innerhalb des Krankenhauses umgezogen und operierten nicht mehr ausschließlich. Zusammen mit Fachärztin Irina Abel, leite er das MVZ Gynäkologie am St. Josefs Hospital Rheingau.

Das Angebot reiche von der Teenagersprechstunde über Schwangerenvorsorge, Krebsvorsorge und Hormonbeschwerden in den Wechseljahren bis zur Urogynäkologie und Tumornachsorge. Nachdrücklich schließt Wolf eine Konkurrenz zu dort niedergelassenen Ärzten aus. Gleichzeitig betont er, „dass uns die Kooperation mit den Kollegen in der Region wichtig ist“.

Als Leitender Oberarzt bekommt er die Patientinnen von den niedergelassenen Ärzten zur Klärung spezieller gynäkologischer Fragen zugewiesen, ist aber primär nicht zuständig unter anderem für die Schwangerenvorsorge. Die gynäkologische Rundumversorgung liegt im Kompetenzbereich von Irina Abel.

Ausführlich erläutert Wolf die durch das neue Konzept angestrebten Synergieeffekte. Dieses sieht vor, wieder mehr Operationen in Rüdesheim durchzuführen und damit das St. Josefs Hospital Wiesbaden, Träger des Rüdesheimer Hauses, zu entlasten. Diese Entlastung sei auch vonnöten, weil in Wiesbaden die OP-Kapazitäten kaum mehr ausreichten und eine Entspannung dort dringlich geboten sei.

Es gehe jedoch, fügt er mit großem Nachdruck hinzu, nicht nur um Entlastungen, „sondern vor allem darum, Patientinnen aus dem Rheingau wieder vor Ort auf hoher medizinischer Qualität wohnortnah versorgen zu können“. Eine Verlagerung von Wiesbaden nach Rüdesheim habe sich bisher als „mühselig“ erwiesen. Etwa 20 Prozent hätten sich darauf eingelassen.

Das neue Konzept stehe auf einer rechtlich einwandfreien Grundlage und entspreche auch der „modernen Frau von heute“. Vorteil sei eine Bündelung von Terminen mit dem Ergebnis, dass für kleinere Eingriffe, wie Ausschabungen, nur ein Tag in der Klinik erforderlich ist.

Weil im Rheingau großer Bedarf besteht, ist Wolf seit Oktober 2017 jeweils zwei Tage in der Woche in Rüdesheim. Dort bietet er an einem Tag Sprechstunden an, am anderen Tag führt er ambulante Operationen durch. Ein Bereich, den er gerne als Tagesklinik weiter ausbauen möchte. Zur Abklärung spezieller gynäkologischer Fragen bietet Irina Abel separate Sprechstunden an.

Schwierige Operationen, wie beispielsweise bei Krebserkrankungen mit Intensivmedizin, führt er jedoch in Wiesbaden aus. Vorteil für die Patientinnen, die sich in Rüdesheim vorgestellt haben ist, betont der Leitende Oberarzt, „dass sie den Operateur bereits kennen, diesem die Krankenakte bekannt ist und die Patientin sich nicht wieder auf einen neuen Arzt und eine neue Klinik einstellen muss“.

Wie Wolf vorrechnete, gab es 2018 in Rüdesheim 372 stationäre und 60 ambulante Operationen. Dort stehen im gynäkologischen Bereich nach wie vor acht Betten zur Verfügung. Ein kleines Team ermöglicht eine sehr gute persönliche Betreuung. Bei Problemen bei operierten Patientinnen besteht eine 24 Stunden Rufbereitschaft.

Dass sich Patientinnen in der gynäkologischen Abteilung wohlfühlen können, konnten die Besucherinnen und Besucher bei ihrem Rundgang durch die renovierten und teilweise neu gestalteten hellen und freundlichen Behandlungsräume mit modernsten Geräten, wie beispielsweise für den Ultraschall, unschwer feststellen. Selbst die Toilette ist so großzügig gestaltet, dass sie problemlos auch von einer Patientin mit Rollator benutzt werden kann.

Während die Böden mit Linoleum in Holzdekor-Optik ausgestattet sind, schmücken beeindruckende Arbeiten der Rheingauer Fotografin Petra van Husen die in unterschiedlichen Farben sehr geschmackvoll angelegten Wände im Bereich der Flure und im Wartezimmer. Die Fotografien, die unter anderem Blickfänge aus Rheingauer Wäldern, aber auch Mystisches sowie Szenen aus alten und modernen Märchen zeigen, wirken nicht nur sehr beruhigend, sondern geben dem Betrachter auch Rätsel auf.

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