Am Leinpfadplätzchen: „Das ist Rheingau pur“

Am Leinpfadplätzchen: „Das ist Rheingau pur“
Die Träger des Projekts stellten die Neugestaltung am Beginn des Leinpfads vor

Bis Anfang 2020 soll das Leinpfadplätzchen umgebaut und neugestaltet werden.

Walluf. (chk) – Das Leinpfadplätzchen, das am Beginn des Leinpfads mit seinen Tischen und Bänken mit Rheinblick auf Spaziergänger, Radfahrer und Picknickfreunde zum Rasten und Schauen auch bisher schon einladend gewirkt hat, soll nun erheblich aufgewertet werden. Gemeinsam haben der Träger des Projektes, der Zweckverband Rheingau, und die Dachgesellschaft Regionalpark Ballungsraum Rhein-Main GmbH, am Montag den Startschuss zum Baubeginn und zur Neugestaltung des Platzes gegeben.

Erklärtes Ziel ist es, damit die Erholungs- und Identifikationsmöglichkeit für Bewohner und Besucher noch weiter zu stärken, nachdem die Gemeinde Walluf schon seit 2015 kontinuierlich an der Ufergestaltung arbeitet.

„Das Rheinufer Niederwalluf wurde im Rahmen des städtebaulichen Entwicklungskonzeptes Rheingau als Stadtumbaugebiet ausgewiesen“, sagte der Verbandsvorsteher des Zweckverbands Rheingau, Bürgermeister Volker Mosler. „Der Zweckverband Rheingau hat als interkommunale Gebietskörperschaft die Trägerschaft für die Stadtumbaumaßnahmen übernommen. Als Projektträger für das ‚Leinpfadplätzchen‘ freuen wir uns jetzt auf die Umsetzung. Es ist der ideale Startpunkt für den Leinpfad, der zum Verweilen einlädt.“

Der Ausbau greift die bereits im Osten der Gemeinde Walluf umgesetzte Planung des ersten Bauabschnitts auf und bietet einen weicheren Übergang an das anschließende Naturschutzgebiet mit seinem Sandstrand und der Auenvegetation an. Die Besonderheit des Platzes werden die Sitzstufen sein, die einen fließenden Übergang zum freien Gelände hin, dem Strand und dem Rhein bilden. Zum angrenzenden Parkplatz hin ist eine Bepflanzung mit Sträuchern, Stauden und Gräsern geplant, und die Asphaltfläche soll mit zwei neuen Bäumen bestockt werden.

Mit der Planung des Platzes wurde das Planungsbüro Bierbaum Aichele Landschaftsarchitekten aus Mainz beauftragt. Die Bauarbeiten wurden per Ausschreibungsverfahren an die Firma Seip Garten- und Landschaftsbau aus Nierstein vergeben. Landschaftsarchitekt Günter Schüller vom Planungsbüro Bierbaum Aichele erläuterte die Gestaltung und rechtfertigte auch die Entscheidung für einen Asphaltbelag, weil eine wassergebundene Decke bei Hochwasser immer wieder neue Arbeiten nach sich ziehen würde. „Die Baumaßnahme wird etwas teurer als veranschlagt, aber das ist dem Markt geschuldet, der etwas unberechenbar ist. Das Preisniveau ist derzeit recht hoch“, betonte Schüller. 155.000 Euro wird die Umgestaltung kosten. Zwei Drittel davon kommen aus Regionalpark-Mitteln, ein Drittel vom Zweckverband Rheingau, der auch für die Unterhaltung des neugestalteten Platzes aufkommen wird.

Andrea Koenecke, die beim Regionalpark Rhein-Main die Realisierung der Leinpfadroute im Rheingau betreut, äußerte sich erfreut über den Baubeginn: „Nach der Gestaltung des Geländes rund um den Oestricher Kran, dem Umbau der Unterführung Erbach, der Platzgestaltung an der Nikolausquelle in Eltville und der Lachaue in Geisenheim wird die Regionalparkroute Leinpfad damit um einen Attraktionspunkt reicher.“ Die kulturhistorischen Besonderheiten der Region würden mit solchen Maßnahmen Stück für Stück hervorgehoben. Abgeschlossen sein wird diese Baumaßnahme bis Anfang 2020.

Bürgermeister Manfred Kohl bedankte sich bei der Vertreterin des Regionalparks, Andrea Koenecke, und den Vertretern des Zweckverbands, Volker Mosler und dem stellvertretenden Verbandsvorsteher Jürgen Helbing, für die Übernahme der Kosten. Mit der Neugestaltung des Leinpfadplätzchens werde die Gesamtgestaltung und der Erholungs- und Attraktivitätswert des Wallufer Rheinufers weiter aufgewertet. Noch in diesem Herbst solle in den Gremien über die Weiterführung des Umbaus beraten werden, gab Kohl bekannt. Dabei gehe es um das Stück zwischen dem Wallufbach und dem Kiesbetrieb. „Jürgen und ich sind neidisch, weil ihr keine Bundesstraße zwischen euch und dem Rheinufer habt“, sagte Volker Mosler, auch im Namen von Lorchs Bürgermeister Jürgen Helbing, an Manfred Kohl gewandt. „Was ihr hier habt, das ist Rheingau pur.“

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