Projekt soll zeitnah umgesetzt werden

Kosten der Neugestaltung des Drobollacher Platzes betragen cirka 520.000 Euro

Zur Platzeinweihung waren auch Feuerwehrleute der Partnerfeuerwehr aus Drobollach gekommen.

Walluf. (mh) – In Würdigung der seit 1988 bestehenden Partnerschaft der Freiwilligen Feuerwehr Drobollach (Österreich) und der Freiwilligen Feuerwehr Oberwalluf hatte der-Platz am Osteingang von Oberwalluf Ende 2018 in Anwesenheit beider Wehren den Namen „Drobollacher Platz“ erhalten. Da dieser in gestalterischer Hinsicht seitdem kaum eine Veränderung erfahren hat, soll das Projekt nunmehr in Angriff genommen werden.

 

Grundlage für die Neugestaltung des Platzes ist eine von der Verwaltung erstellte und von Bürgermeister Nikolaos Stavridis unterzeichnete Beschlussvorlage. Diese wird, nach Beratung im Ausschuss für Bauen, Planen und Umwelt am 3. Februar und im Haupt- und Finanzausschuss am 9. Februar, Gegenstand der Sitzung der Gemeindevertretung am 18. Februar sein. Wie es in der Vorlage heißt, soll die Planung und Ausführung des Drobollacher Platzes zeitnah, auch im Hinblick auf eine mögliche Bezuschussung, umgesetzt werden. Damit liegt in Ausführung des in der Dezembersitzung 2018 gefassten Beschlusses der Gemeindevertretung zu dessen Neugestaltung eine weitestgehende beschlusskonforme Planung vor. Dies bedeutet, dass die weiteren Planungen und Bauvorbereitungen auf der Grundlage dieser Vorlage vorangetrieben werden könnten.

Das Projekt sieht die Begradigung der rund 1.300 Quadratmeter großen nutzbaren Fläche einschließlich des Einbaus von Winkelsteinen und entsprechenden Geländern zur Absturzsicherung unter Einhaltung der Zuwegung zur Trafostation vor. Dadurch wird, so die Begründung, die Nutzbarkeit dieses Platzes deutlich erhöht.

Um den durch die Neugestaltung entstehenden Höhenunterschied zwischen dem neuen Platzniveau und dem vorhandenen Gelände abzufangen, sollen aus gestalterischen Gründen Gabionen eingebaut werden, weil sie keine einladenden Flächen für wilde Graffiti-Sprayereien anbieten, so die Begründung für diese Variante.

Die Oberflächenbefestigung soll in Art und Gestaltung (Schotterrasen) unverändert bleiben. Im Zuge der Schotterrasenherstellung sollen in Teilflächen Wildblumen mit ausgesät werden, die einerseits den Platz in seiner Nutzung nicht beeinträchtigen und andererseits das Ortsbild nachhaltig aufwerten. Vereinzelte Pflanzungen von Gehölzen um die Platzfläche sollen in den Randbereichen gruppiert werden.

Um den Platz auch infrastrukturell aufzuwerten, sollen Anschlüsse für Wasser, Abwasser und Strom geschaffen werden. Die Planung beinhaltet ferner die Errichtung einer Veranstaltungsunterkunft. Vorgesehen ist ein Holzrahmenbau in L-Form mit extensiv begrüntem Flachdach und Attika.

Die Abmessungen des Grundrisses betragen an den langen Seiten cirka 12,30 Meter x 5,30 Meter und 9,50 Meter x 5,30 Meter. Daraus ergibt sich eine Grundfläche von cirka 87 Quadratmetern. Die Innenhöhe des Gebäudes beträgt cirka 2,80 Meter, die Außenhöhe cirka 3,40 Meter. Die Toilettenanlage soll in das Gebäude integriert werden.

Die baulichen Maßnahmen konnten, wie es in der Vorlage heißt, mit den Oberwallufer Ortsvereinen grundsätzlich abgestimmt werden. Dabei sei Einvernehmen erzielt worden. Im weiteren Prozedere sei mit den Vereinen noch zu klären, welche Eigenleistungen, wie beispielsweise beim Innenraumausbau, zur Kostenminimierung eingebracht werden könnten.

Die Gesamtkosten der Maßnahmen werden auf rund 520.000 Euro beziffert. Diese ergeben sich aus rund 85.000 Euro für die Baunebenkosten und rund 435.000 Euro für die Baukosten. Da von den im Haushaltsansatz 2020 ausgewiesenen Mitteln in Höhe von 405.000 Euro bereits 19.000 Euro für Vermessungs- und Ingenieurleistungen verausgabt wurden, stehen noch 386.000 Euro für das Projekt zur Verfügung. Für den fehlenden Rest sollen überplanmäßige Haushaltsmittel in Höhe von 134.000 Euro im Vorgriff auf einen eventuellen Nachtragshaushalt bereitgestellt werden.

Um an Fördermittel aus dem Leader-Programm zu gelangen, bereitet die Verwaltung einen Antrag auf Projektförderung beim Zweckverband Rheingau vor. Weitere Projektförderungen, wie unter anderem aus dem Aktionsplan für den ländlichen Raum oder der Dorferneuerung, sollen nach einer Förderzusage gestellt werden.

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