Sozialarbeit und Blutspende lagen ihr besonders am Herzen

Sozialarbeit und Blutspende lagen ihr besonders am Herzen
Annemarie Kersten wurde unter großer Anteilnahme zu Grabe getragen

Annemarie Kersten bei einer Ehrung durch den DRK-Ortsvereinsvorsitzenden Jörg Hentschel im Frühjahr 2018.

Walluf. (mh) – Nur wenige Wochen nach ihrem 82. Geburtstag ist Annemarie Kersten verstorben. Am vergangenen Freitag wurde sie unter großer Anteilnahme der Bevölkerung auf dem Niederwallufer Friedhof zu Grabe getragen.

Wie Bürgermeister Manfred Kohl dort sagte, „beklagen wir den Verlust einer Persönlichkeit, die sich jahrzehntelang in unterschiedlichen Bereichen in ganz besonderem Maße für ihre Mitmenschen engagiert und dabei persönliche Belange oft zurückgestellt hat“.

Weil die Liste ihrer vielfältigen Ehrenämter lang ist, habe sie viele bleibende Spuren hinterlassen.

Über einen „unermesslich langen“ Zeitraum war Annemarie Kersten, so Kohl, beim Ortsverein Walluf des Deutschen Roten Kreuzes aktiv. Wie Ortsvereinsvorsitzender Jörg Hentschel sagte, war sie dort seit 1953 aktives Mitglied. Schon in jungen Jahren habe sie die Jugend- und Bereitschaftsgruppe geleitet und später das Amt der Schriftführerin und Kassenführerin ausgeübt. Sozialarbeit und Blutspende lagen ihr besonders am Herzen. Mit ihr verliere der Ortsverband eine liebenswerte und hochgeschätzte Kameradin, „die auch ein wichtiger Teil der Rot-Kreuz-Gemeinschaft war“.

Fast 40 Jahre hat Annemarie Kersten, so der Bürgermeister weiter, der SPD als Mitglied angehört. Auch bei der Feuerwehr sei sie ein gern gesehener Gast gewesen und habe, wann immer es darauf ankam, geholfen und mit angepackt. Auch ihre kompetente Meinung sei stets gerne in Anspruch genommen worden.

Auch in der Wallufer Kommunalpolitik habe Kersten markante Spuren hinterlassen. Mehr als drei Jahrzehnte hat sie als ehrenamtliche Beigeordnete dem Gemeindevorstand angehört und lange Jahre den Bürgermeister bei der Zentral- beziehungsweise Sozialstation vertreten und die Kontakte zum damaligen Wallufer Jugendzentrum gepflegt.

„Wir haben jahrelang gemeinsam in unserer Fraktion für das Wohl in Walluf zusammengearbeitet“, bezeichnete SPD-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Rossmeißl Annemarie Kersten als eine stets herzensgute und warmherzige Begleiterin. Als gute Gesprächspartnerin habe sie der Fraktion die Wünsche und Vorstellungen der Bevölkerung näher bringen können.

„Auch wenn Annemarie Kersten von uns gegangen ist“, so der Bürgermeister abschließend, „wird sie immer einen Platz in unseren Herzen haben und von uns niemals vergessen werden“.

Für ihr vielfältiges ehrenamtliches Engagement wurde Annemarie Kersten gemeinsam mit ihrem 2015 verstorbenen Ehemann Erwin im Jahr 2005 die Bundesverdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

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