Tennisvereine freuen sich über Zuwachs

„Wir sind in der glücklichen Lage, dass unser Sport ausgeübt werden darf“

Vorstand Harald Berg, Trainer Robin Hönig und Sportwart Markus Fuchsberger vom TC Blau Weiss.

Der Start in die Tennissaison im Freien hat in manchen Vereinen schon begonnen. Wie ist die Stimmung bei den Mitgliedern und wie soll/kann das Training für Kinder, Jugendliche und Erwachsene unter Corona-Bedingungen ablaufen? Die und mehr Fragen stellten wir Vereinen im Rheingau. Die Antworten der Vereine, die uns eine Rückmeldung gaben, fallen fast identisch aus. Doch lesen Sie selbst:

Vorstand Oliver Mäske, TC Oestrich-Winkel e.V.: „ Die Stimmung unter unseren Mitglieder ist gut und wir freuen uns, dass wir unseren Sport im Gegensatz zu anderen Sportarten ausüben dürfen. Eine der wichtigsten Aufgaben für den TC Oestrich-Winkel ist die Jugendarbeit. Wir konnten trotz der vielen Änderungen aufgrund der gesetzlichen Vorgaben sicherstellen, dass wir einen Trainingsbetrieb im vergangenen Jahr und in den Wintermonaten aufrechterhalten konnten. Hier müssen wir ein großes Lob an die Jugendwarte und Trainer aussprechen, die immer wieder mit dem Vorstand auf jede Änderung der Corona Vorgaben eine passende und sichere Lösung für die Trainierenden gefunden haben. In diesem Zusammenhang muss erwähnt werden, dass Corona die Vorstandsarbeit sehr gefordert hat: Die vielen sich ändernden Vorschriften bringen uns als Ehrenamtliche Vorstände schon an das Limit. Dank der hohen Disziplin der Mitglieder, die alle Vorschriften mittragen und befolgen, sind wir in der glücklichen Lage, weiterhin Tennis spielen zu können. Übrigens waren uns die Mitglieder treu: Wir hatten keinen nennenswerten Mitgliederschwund.

Ähnlichen Tendenzen sieht man auch beim TC Geisenheim-Marienthal e.V. Hier kann Vorstand Dirk Jung allerdings berichten, dass die Mitgliederzahl im Erwachsenenbereich leicht gestiegen ist. Besonders auffällig sei ein starker Anstieg im Trainingsbereich Kinder/ Jugend zu verzeichnen. Die Rede ist von einem Plus von 40 Prozent (40 auf 140!). „Wir sehen das als Erfolg für das hervorragend organisierte und durchgeführte Trainingsprogramm unseres Trainers William Fröhling mit seinem Team. Ständiges Anpassen der Trainingspläne bereits im Wintertraining (Halle) soll jetzt auch für die Sommersaison übernommen werden. Selbstverständlich wird corona-konform trainiert und die Hygienevorgaben angewandt.“ Die Kosten mussten für die Trainingseinheiten geändert werden. Hier habe man schon 2020 ein sehr faires Preismodell entwickelt, welches genau die Anzahl der Stunden und der in der Gruppe Mittrainierenden berücksichtigt.

Die neuen, aktuellen Vorgaben stellt die ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder vor neue Aufgaben, sagt Dirk Jung. Man versuche alles, um die Trainingseinheiten umsetzen zu können. “Mir und dem Vorstand ist es ein Bedürfnis, dass gerade die Kinder und Jugendlichen, die derzeit ganz wenig Möglichkeiten zu sportlicher Betätigung und sozialen Kontakten haben, bei uns die Möglichkeit haben, Sport treiben zu können,“ sagt Dirk Jung.

Mit Blick auf die Erfahrungen im letzten Jahr hat sich organisatorisch im Verein für die laufende Saison gar nicht viel geändert, heißt es. Die Coronabeauftragten Yvonne Bruns und Ralf Bremser haben die Terrasse im Club in Einbahnstraßenbereiche eingeteilt, damit man sich dort in den Wochenplan entsprechend vorab eintragen kann. So kann jeder für sich genau planen, wann er spielen mag und es werden gleichzeitig die Kapazitäten in den Randzeiten stärker ausgelastet.

Die Stimmung bei den Mitgliedern sei grundsätzlich gut, da man froh sei, dass Tennis eine der wenigen "erlaubten" Sportarten ist, auch wenn die Senioren auf Grund der derzeitigen Regelungen auf ihre Doppelspiele verzichten müssten. „Natürlich hoffen wir sehr, dass sich die Pandemielage bald verbessert und die Medenspiele zu einem späteren Zeitpunkt noch stattfinden können,“ was nach Auskunft des 2. Vorsitzenden Carsten Moritz knapp werden könnte. Laut Sportwart Eric Daubitz würden alle gemeldeten Mannschaften (Stand heute) antreten wollen, auch wenn der neue Rahmenterminplan recht eng getaktet sei.

Sportwart Markus Fuchsberger vom TC Blau Weiss Hattenheim sieht die Situation des Vereins entspannt. Es gäbe einen kleinen Mitgliederzuwachs zu verzeichnen (– vielleicht wegen der Möglichkeit, diesen Sport trotz Corona ausüben zu können. Anm.d.Red.). Die finanziellen Bedingungen sieht der Vorstand des Vereins noch stabil, aber langsam würden die fehlenden Einnahmen aus der Gastronomie zu Buche schlagen. Cirka 30 Prozent des Clubetats seien das, heißt es. „2020 haben da schon 5000 bis 6000 Euro Einnahmen gefehlt. Dieses Umsatzminus ist für den Verein schwer beziehungsweise gar nicht zu kompensieren.“ Darunter leiden soll jedoch nicht die Jugendarbeit. Im Winter konnte in der vereinseigenen Halle vom Trainer Einzelunterricht erteilt werden, was für alle Beteiligten Mehrkosten bedeutete. Trainiert werden durfte vor Corona ja in größeren Gruppen. Optimistisch ist man für die Freiluftsaison. Die bevorstehende Medenrunde steht nach Meinung des Sportwarts auf wackligen Füßen. Die Folge sei ein Auseinanderdriften der Mannschaften bei den Jugendlichen wie bei den Erwachsenen.

Auch in Hattenheim muss der Vorstand inzwischen mehr schultern. Corona bürdet dem Vorstand zusätzliche Aufgaben auf.

 

 

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