Buchtipp Mörderische Hightech-Visionen

Martin Brückner: #CrashTag. Autonom. Fahren. Tödlich, 408 Seiten. ISBN 978–39821026–3–4, edition MaVik, Preis: 10,99 Euro.

Rheingau. (mg) – Das Zauberwort der Zeit ist „Digitalisierung“, gleich an zweiter Stelle folgt dann die künstliche Intelligenz und das vernetzte Heim. Dabei kann man mit diesen begriffen Vorstellungen verbinden, die alles andere als die „schöne neue Welt“ versprechen.

Im Spannungsfeld zwischen dem technisch Machbaren und dem moralisch Zulässigen spielt auch der Thriller von Martin Brückner „#CrashTag. Autonom. Fahren. Tödlich“ – ein Krimi über ein Wirtschaftskomplott um High-Tech-Edelkarossen.

 

Die Vision der Zukunft wurde ja schon auf der IAA in Frankfurt von verschiedenen Autoherstellern präsentiert, die in naher Zukunft autonomes Autofahren versprechen. Doch rund um das Thema gibt es einige Fallstricke, die zum roten Faden für spannende Geschichten werden können, wie Autor Martin Brückner mit seinem Thriller „#CrashTag. Autonom. Fahren. Tödlich“ beweist.

Sein Protagonist, der Oldschool-Wirtschaftsjournalisten Fritz Graber gilt als Reporterlegende und liebt eigentlich Oldtimer, womit die Story durchaus auch autobiographische Züge hat.

In einer temporeichen Erzählweise wird der Leser mitgenommen von der Frankfurter Zeitungsredaktion über die Côte d'Azur bis nach Thailand und Vietnam, getrieben von der Leidenschaft für alte Autos bis zu Hightech-Karossen und von kollegialer Zusammenarbeit mitten hinein ins Haifischbecken von korrupten und gierigen Automobilbossen.

Und das alles, weil Fritz Graber auf der Webseite „crashtag.com“ auf einen Unfall mit dubiosem Hintergrund stößt und dahinter eine Geschichte wittert.

Als nämlich ein deutscher Unternehmer an der Côte d'Azur mit einem alten und seltenen Porsche verunglückt, weckt dies Grabers Neugier. Er mutmaßt gar Manipulation an dem alten Wagen, zumal der tote Unternehmer Sensoren für autonom fahrende Autos herstellt.

Dabei hat die neue Technik durchaus ihre Tücken und kann zu Kollisionen führen, wie Fritz Graber am eigenen Leib feststellen muss, als er mit dem Rad auf dem Weg zur Arbeit von einem solch autonomen Fahrzeug über den Haufen gefahren wird.

Zusammen mit seiner jungen Kollegin Marie und IT-Fachmann Titus wühlt sich Graber in einen unglaublichen Fall von Wirtschaftskriminalität in der Automobilbranche hinein, der nicht nur Autofans anspricht.

Der Autor Martin Brückner, 1963 in Gelsenkirchen geboren, arbeitete nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften zunächst als Finanz-und Wirtschaftsjournalist und publizierte ab 1999 das Reisemagazin „Asien!“. Inzwischen ist er Geschäftsführer eines Fachverlags. Der Oldtimer-Liebhaber lebt mit seiner Familie in Frankfurt am Main und findet Entspannung beim Schrauben an seinem Oldtimer, einer Borgward Isabella.

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