Der neue Subaru Outback Runderneuerter Boxermotor für 6. Generation

Das Rheingau Echo war mit dem neuen Subaru Outback auf Testfahrt rund um den Feldberg im Taunus.

Größer, breiter, höher – das sind die Attribute, die man im allgemeinen bei der Neuauflage bekannter Fahrzeugmodelle im Pflichtenheft findet. So auch bei der sechsten Generation des Subaru Outback. Lediglich an der PS-Zahl des neuentwickelten Boxermotors hat man gespart. Er hat nun 169 PS, fünf weniger als vorher, was ihm aber nicht zum Nachteil gereicht. Denn die neue Maschine schiebt schon kräftig auch aus unteren Drehzahlbereichen an. Dafür sorgt ein maximales Drehmoment von 252 Nm. Laut Werksangabe soll der Durchschnittsverbrauch unter acht Litern liegen. Dank einem größeren Tank (63 Liter) ist Reichweite hier kein Thema. Ohnehin hat Subaru das Thema "Elektrifizierung" erst einmal nach hinten geschoben und verbaut im Gegensatz zum Forester hier auch kein Hybridsystem.

Gut 90 Prozent des 2,5-Liter-Motors wurden geändert. Beibehalten hat man aber die Kraftübertragung mittels der stufenlosen Lineartronic-Automatik, die allerdings auch zu 80 Prozent überarbeitet wurde. Sie ermöglicht die Übersetzung der Kraft über unendlich viele Gänge oder acht anwählbare Schaltstufen. Vor allem im Hinblick auf das Geräuschniveau hat sich einiges getan.

An den Vorzügen des Outbacks wurde nicht gerüttelt. Er ist klar erkennbar mit dem markentypischen Kühlergrill, ist voll geländetauglich dank symmetrischem Allradantrieb und hat dazu nun auch noch eine um 13 Millimeter höhere Bodenfreiheit (213 mm) und trägt zum Schutz rundum muskulös wirkende Kunststoffschürzen an der Karosserie und in den Radkästen, die sich allerdings leicht lösen. Das ist aber auch das einzige Manko, das man in Sachen Verarbeitungsqualität feststellen kann.

Bei einem Radstand von 2,75 Metern und einer Länge von 4,87 Metern bietet der Outback nicht nur viel Platz für die Passagiere, sondern auch für Gepäck. Der Kofferraum fasst 561 Liter und bei umgeklappter Rückbank (mit Fernentriegelung) sind es sogar bis zu 1.822 Liter Stauvolumen. Damit ist der Outback ein Geländewagen und zugleich ein alltagstauglicher Kombi.

Das verbesserte Fahrverhalten macht sich vor allem in schnellen Kurven bemerkbar, in die sich der Wagen präzise hineinsteuern lässt. Das duale X-Mode Allrad-Managementsystem, elektronisch geregelte Drehmomentverteilung (Active Torque Vectoring) und SI-Drive sorgen für Sicherheit auch bei weniger griffigem Untergrund.

Der klar strukturierte Innenraum mit wertigen Materialien machen das Reisen angenehm. Premiere feiert das neue Infotainment-System mit 11,6-Zoll-Touchscreen als zentrales Bedienelement, das viele Knöpfe und Tasten ersetzt, aber wichtige beibehält. Was bei anderen oft aussieht, wie ein aufgesetztes Tablet, für das man nicht den richtigen Platz gefunden hat, wurde bei Subaru sorgfältig und harmonisch ins Armaturenbrett integriert.

Das Digitalradio bietet DAB+, zwei USB-Anschlüsse, sechs bzw. zehn Lautsprecher sowie Smartphone-Einbindung via Apple CarPlay und Android Auto serienmäßig. Dem Kunden bleibt aber die Wahl zwischen vier Ausstattungslinien: Trend, Active, Platinum und Exclusive Cross als robuste, eigenständige Outdoor-Variante.

Neupositioniert wurden im Outback die Stereokamera sowie die Radar- und Sonareinheiten für das erweiterte „Eyesight“-Fahrerassistenzsystem mit Notbremssystem inklusive Kollisionswarner mit verbesserter Fußgänger- und Fahrradfahrererkennung, aktivem Spurhalte- und Spurleitassistent, adaptiver Geschwindigkeitsregelung sowie Stop & Go Anfahrassistent. Wie der Wagen rechtzeitg vor einem Hindernis per Notbremsung zum Stehen kommt, konnte bei der Testfahrt direkt auf dem Gelände der Subaru Deutschland GmbH in Friedberg erprobt werden. Und es kostet durchaus Überwindung sehenden Auges mit 30 km/h auf ein Hindernis zuzufahren ohne zu bremsen. Denn letztres hat das Auto selbst übernommen. Dabei bleiben zwischen 15 und 30 Zentimeter Luft zum Hindernis. Das funktioniert sogar rückwärts. Damit sollten Parkrempler der Vergangenheit angehören. Ohnehin hat sich das Unternehmen Subaru zum Ziel gesetzt, dass mit seinen Fahrzeugen niemand mehr verunglücken soll, wie Volker Dannath, Geschäftsführer von Subaru Deutschalnd bei der Pressevorstellung des neuen Modells betonte: "Das wichtigste Entwicklungsziel der Marke ist die Sicherheit. Und der neue Subaru Outback ist das sicherste Auto, welches wir jemals gebaut haben. Wir haben das erklärte Ziel, dass Ende dieses Jahrzehnts kein Mensch mehr in oder durch einen Subaru ums Leben kommt."

 

Dafür sollen unter anderem der radargestützte Totwinkel-, Spurwechsel- und Querverkehrsassistent sorgen sowie das Fahrer-Erkennungssystem, das bei Müdigkeit und Ablenkung warnt. Wenn möglich und sinnvoll, hilft der neue Ausweichassistent mit aktiver Lenkfunktion, Hindernisse zu umfahren – entweder um Unfälle zu vermeiden oder um zumindest deren Folgen zu minimieren. Die perfekte Ergänzung zum aktiven Spurhalteassistenten, der jetzt neben Fahrbahnmarkierungen auch Begrenzungen wie Grasnarben erkennt und berücksichtigt, bildet die neue Spurzentrierung, die den Outback jederzeit mittig in der Fahrspur hält. Weitere Eyesight-Bestandteile sind der Anfahrassistent, die neue Verkehrszeichenerkennung mit intelligentem Geschwindigkeitsbegrenzer, der das eigene Tempo automatisch kontrolliert und mit den Verkehrsschildern abgleicht, sowie der adaptive Tempomat, der Geschwindigkeit und Abstand zu vorausfahrenden Verkehrsteilnehmern hält.

Gegenüber der vorherigen Modellgeneration konnte die Steifigkeit von Karosserie und Aufhängung um 70 bis 100 Prozent gesteigert werden, was ein Höchstmaß an Laufruhe und Komfort garantiert. Die Geräuschkulisse wurde minimiert. Dank des neuen Rahmens und dem vermehrten Einsatz von im Heißpressverfahren geformtem hochfestem Stahl absorbieren neue Fahrzeuge bei einem Unfall zudem rund 40 Prozent mehr Energie als die vorherigen Modelle.

Der neue Subaru Outback startet zu Preisen ab 40.890 Euro. Zum Marktstart gibt es zusätzlich die limitierte „Edition Trend 40“ ab 39.990 Euro.

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