Buchtipp
Fremdenversteher
Buchreihe gibt Einblick in Mentalitäten

Die Buchreihe „Fremdenversteher“ erscheint im Reise Know-How Verlag. Jeder Band kostet 8.90 Euro.

Rheingau. (mg) – Über so manche Landsleute werden immer wieder Vorurteile verbreitet und manch einer hat selbst in Begegnungen mit Menschen aus anderen Ländern die eine oder andere Eigenheit entdeckt, die auffällig ist.

Nicht die Vorurteile, aber die Eigenarten der Menschen sind Gegenstand einer Buchreihe, die Reisenden schon vorab auf Sitten, Gebräuche und die Mentalität in anderen Ländern einstellen will.

 

Die Wichtigkeit, ernst zu sein, das Siezen & Duzen, auf Heller und Pfennig, dies sind nur wenige der Kapitelüberschriften in dem neuen „Fremdenversteher-Buch“ zu den Deutschen, das jetzt im Reise Know-How Verlag erschienen ist und kulturellen Eigenarten und Klischees humorvoll auf den Grund geht. Und so, wie man andere auf uns Deutsche vorbereitet, gibt es dies auch für andere europäische Länder.

Da sind zum Beispiel die Belgier, die mit Trappistenbier und Pommes eine besondere Ernährungsphilosophie pflegen, sich eigentlich als Ureuropäer fühlen und dennoch zwischen zwei eigenen Landesteilen hin und hergerissen sind, in denen es auch gravierende Sprachunterscheide gibt. Nicht minder sprachlich differenziert ist das Bild der Schweizer. Die Schweizer sind Perfektionisten in Sachen Sauberkeit. Trotzdem haben sie sich zu einer Nation entwickelt, die mit ihrem Los nie und niemals zufrieden ist und einem Phantom der ständigen Verbesserung hinterherjagt. Auch in Sachen Sauberkeit.

Und so findet der Leser in der Buchreihe zum einen sicherlich Bestätigungen seiner eigenen Vorurteile sowie interessante neue Aspekte, die das ein oder andere spezifische Verhalten der Mitmenschen in anderen Ländern erklärbar machen, aber auch überraschende Einsichten in den Alltag anderer Länder.

Niederländer pflanzen ihre Bäume in Reihen, Isländer glauben an Elfen und Japaner schlürfen ihre Nudeln geräuschvoll. Für Spanier ist es eine Art Nationalsport, das Finanzamt zu betrügen. Dennoch hat das Glück des Individuums für den Spanier einen höheren Stellenwert als das Geld.

Knapp, locker und unterhaltsam wird auf jeweils 108 Seiten eine Nation vorgestellt. Die Texte schaffen die Balance zwischen einer lustigen, auch ironischen Beschreibung der Eigenarten einer Nation und sensiblen Beobachtungen. So wird auch das, was uns an den anderen merkwürdig erscheint, sympathisch.

Alle Titel basieren auf den englischen Xenophobe’s® Guides, die das Konzept seit 1993 erfolgreich etablierten, und zeichnen sich daher durch den typisch trockenen englischen Humor aus sowie einen gewissen „Mut zur Lücke“. Die Reihe begegnet den kulturellen Unterschieden offen. Im lockeren, mitunter bissigen Stil bleiben die Texte immer feinsinnig und auf den Punkt. Aktuell sind in der 2. Staffel erschienen: So sind sie, die... Australier, die Schweizer, die Belgier und die Spanier.

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