Chinesisch kochen
Die Küche des Herrn Wu

Ursula Heinzelmann: CHINA – Die Küche des Herrn Wu, 204 Seiten, Preis 25 Euro, Tre Torri Verlag, ISBN 978–3–96033–021–9.

Rheingau. (mg) – Ein oft zitiertes chinesisches Sprichwort sagt, „dem Volk sei das Essen der Himmel“. Wenn dann noch guter Wein dazu kommt, dann muss das wohl das Paradies sein! Der Weg dorthin führt möglicherweise durch die Küche des Herrn Wu, das im Tre Torri Verlag erschienen ist und Grundlagen, Zutaten und Handwerkszeug der traditionellen chinesischen Küche sowie etliche Rezepte zum Nachkochen präsentiert. Es führt zugleich in eine Welt mit neuen Geschmacksnuancen und Zutaten, die dem Mitteleuropäer eher fremd sind, aber neugierig machen.

 

Das Buch bietet eine kulinarische Reise von Shanghai über Jiangxi und Hangzhou bis nach Sichuan. Denn die chinesische Küche ist so Vielfältig wie die Provinzen, aus denen traditionell die Gerichte kommen. Das reicht von mild über würzig bis Chili- und malascharf. 80 traditionelle Rezepte für Suppen, Vorspeisen, Gemüse-, Fisch- und Fleischgerichte bringen dem Leser und vor allem allen, die die Gerichte nachkochen, näher.

Selten werden die gleichen Speisen serviert, wenn Chinesen gemeinsam essen: Jeder ist verpflichtet, ein anderes Gericht zu bestellen. Unter den rund 80 traditionellen Rezepten im Buch findet sich eine große Auswahl. Alle Rezepte werden aus frischen Zutaten gekocht. Durch die Kombination der Gegensätze von Schärfe und Milde entsteht die Harmonie der original chinesischen Küche.

Herr Wu führt mit seiner Frau erfolgreich das Restaurant „Hot Spot“ in Berlin. Das Lokal der politischen Elite ist ein absoluter Geheimtipp! Mit Hingabe widmet man sich der chinesischen Esskultur in einzigartiger Kombination mit deutschen Weinen. Insbesondere Rieslinge sowie edelsüße Weine sind die Steckenpferde von Mr. Wu, der auch regelmäßig zu Weinevents einlädt. Er selbst hat den Zugang zum Wein zunächst über schwere französische Rotweine gefunden.

Mit seinem Restaurant „Hot Spot“ ist es ihm gelungen, einen ganz außerordentlichen Ort der Völkerverständigung zu schaffen. Und für viele Gäste ist es zugleich ein horizonterweiterndes Esserlebnis.

Ursula Heinzelmann versucht in ihrem Buch das kulturelle Zusammentreffen aus dem Kontext des Restaurants für den Leser auf die Seiten zu bannen. Sie hat die Rezepte in eine leicht begreifbare und durch ihre lange gastronomische Erfahrung auch zuhause leicht umsetzbare Form gebracht.

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