Terroir bei Schweizer Weinen

Buchvorstellung
Terroir bei Schweizer Weinen

Stein und Wein, ein Hauptbuch und zehn Regionalhefte in Schuber Gesamtumfang 612 Seiten, zahlreiche Abbildungen, Karten und Grafiken in Farbe 21 x 27,5 cm, Hauptbuch Hardcover, Regionalhefte Broschur, ISBN deutsche Ausgabe 978–3–906055–91–6, Preis: 88 Euro.

Rheingau. (mg) – Wein ist ein ausgesprochen kommunikatives Produkt – nicht etwa weil er die Zunge löste, sondern weil man über ihn prächtig philosophieren, sinnieren und wissenschaftlich diskutieren kann.

Gerade um den Begriff des „Terroir“ gab es stets zwiespältige Meinungen zum Einfluss auf den Charakter von Weinen. Und wenn ausgerechnet Geologen über Terroir und Wein schreiben, darf man sicherlich eine kompetente Betrachtung von Bodenbeschaffenheit und Mineralien erwarten.

Wenn dies gab über alle Weinanbaugebiete eines Landes getan wird, ist dies ein reicher Fundus an Weinwissen.

Ein derart vielschichtiges Nachschlagewerk für Weinkenner ist das Werk „Stein den Wein“. Es bietet eine Entdeckungsreise durch die schweizerischen Rebbaugebiete und ist eben weit mehr als ein Buch.

Das aufwendig gestaltete Werk lädt ein zu Expeditionen in die prächtigen Weinlandschaften der Schweiz und – gedanklich – zu spannenden Zeitreisen durch die Jahrmillionen. Das Einbringen geologischer Fakten erweitert das Wissen über den Wein um eine neue Dimension.

In gängigen Beschreibungen der Geschmacksnoten von Wein spielen geologische Begriffe vermehrt eine Rolle. Da ist oft von „mineralischen“ Noten zu hören – für engagierte Geologen eine etwas vage Angabe, angesichts von tausenden bekannter Mineralien, was für die Autoren wohl eine besondere Herausforderung darstellte.

Mittlerweile steht wohl außer Zweifel, dass geologische Gegebenheiten in den Reblagen die Ausprägung der Landschaft und die Qualität der Trauben beeinflussen. Sonnenexposition, Wasserversorgung, Mikroklima, Bodenbeschaffenheit und Elementgehalte sind Ausdruck der erdgeschichtlichen Entwicklung. Die Schweiz ist gesegnet mit einer bunten Abfolge unterschiedlicher Gesteine auf kleinem Raum. In Kombination mit der ebenfalls bemerkenswerten Vielfalt an Rebsorten sind in den schweizerischen Rebbauregionen markante geologische Unterschiede, teilweise sogar in ein und demselben Weinberg möglich.

Unter der Gesamtleitung von Rainer Kündig haben sich rund 60 Autorinnen und Autoren – Geologen, Weinspezialisten und Winzer – zusammengefunden, um den Stein im Wein zu erforschen und einem breiteren Publikum nahe zubringen. Entstanden ist ein Werk für neugierige und naturverbundene Weinliebhaber – basierend auf wissenschaftlichen Grundlagen, dargestellt mit Schalk und Intuition und reich illustriert.

Die große Mehrheit der Stein-und-Wein-Autorinnen sind Geologinnen und Geologen. Alle haben an schweizerischen Hochschulen eine Ausbildung in Erdwissenschaften absolviert, mit Vertiefung in verschiedenen Fachrichtungen. Unterstützt wurde das Autorenteam durch Winzerinnen und Winzer sowie von zahlreichen Weinfachleuten.

Das Werk umfasst neben dem Hauptbuch noch zehn Regionalhefte, die in einem Schuber zusammengefasst werden. Diese „Enzyklopädie“ über Stein und Wein entführt den Leser nicht nur tief in den „Untergrund“ der Schweizer Weinbaugebiete, sondern gibt darüber hinaus nachhaltige Hinweise, wie die Geologie den Charakter der helvetischen Crus mitprägt.

Das Buch nimmt eine generelle weingeologische Einteilung der Schweiz vor und unterteilt sie nicht nur in sechs Weinbauregionen, sondern definiert erstmals zehn önogeologische Regionen.

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