Neujahrsgrüße 2021 aus Eltville

Patrick Kunkel.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

was war das für ein Jahr? – Als wir das Jahr 2020 eingeläutet und gefeiert haben, ahnte noch keiner, was auf uns zukommen würde. Nun leben wir seit fast einem Jahr in einer Pandemie und das hohe Gut Gesundheit hat für jeden und jede von uns eine ganz neue Bedeutung bekommen. Wir sind solidarisch zu Hause geblieben, würden einander unglaublich gerne einmal wieder in die Arme nehmen, haben uns womöglich von geliebten Menschen verabschieden müssen und viele haben einfach nur Angst um ihre Existenz.

 

Was können wir für Eltville am Rhein in dieser besonderen Zeit feststellen? – Es sind die vielen guten Ideen und die zahlreichen helfenden Hände, die das Leben auch unter schwierigen Bedingungen in dieser Stadt ausmachen. Wir helfen uns in dieser Stadt gegenseitig und lassen niemanden allein.

Die vielen kleinen und großen Herausforderungen, die mit dieser Pandemie einhergingen, haben wir in Eltville am Rhein gemeistert. Die Stadt hat die Gewerbetreibenden und Gastronomen auf vielfältige Weise unterstützt. Die Wirtschaftsförderung hat bei der Umsetzung der Hygienemaßnahmen geholfen, hat bei der Antragstellung der Fördergelder von Bund und Land unter die Arme gegriffen und stand einfach bei Fragen in unsicherer Zeit zur Verfügung.

Genauso haben wir uns um die alten Menschen in unserer Gesellschaft gekümmert, sie wissen lassen, dass wir sie nicht alleine lassen. Wir haben Einkaufshilfen organisiert und ihnen Gespräche und weitere Hilfen über unsere Gemeindeschwester angeboten. Wir haben unseren Jugendlichen sinnvolle Angebote gegen die Isolation gemacht und immer war die Stadtverwaltung erster Ansprechpartner für alle in der Krisenzeit. Sowohl das Ordnungsamt als auch das Amt für Soziales haben hier Großartiges geleistet. – Wir haben erlebt, wie die Menschen enger zusammengerückt sind, auch wenn sie Abstand halten mussten.

Viele haben Herausragendes geleistet in dieser Zeit – auch in Eltville. Viele mussten ihre unverzichtbaren Aufgaben auch im Lockdown aufrechterhalten. Die Bedeutung anderer wurde erst in dieser Krise wirklich sichtbar. Unser Dank gilt daher allen, die in dieser Krise Besonderes geleistet haben und weiter leisten – in den Krankenhäusern und Pflegediensten, bei den Feuerwehren, Verwaltungen und der Polizei, in Schulen, Kindertagesstätten und an all den anderen Orten und Stellen, die wir hier nicht aufzählen können. 2020 hat uns vor Augen geführt, wie sehr wir aufeinander angewiesen sind und für all die kleinen und großen Leistungen, die in diesem Jahr – oft auch im ganz Verborgenen erbracht wurden – sagen wir von Herzen danke!

In all dieser Zeit ist auch irgendwie das „normale“ Leben weitergegangen. Die Stadt Eltville am Rhein hat den Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie Kleinstädte gewonnen. – Dies war der Lohn für all unsere Anstrengungen in den letzten Jahren, Eltville am Rhein nachhaltiger zu machen. Vor allem unser soziales Netzwerk, das in der Krise getragen und aufgefangen hat, fand die Jury preiswürdig. Wir können uns in Eltville am Rhein schon in gewöhnlichen Zeiten auf dieses Netzwerk verlassen. – Wie gut war es,sich in der Krise darauf stützen und verlassen zu können!

Auch in der Pandemie haben wir in Eltville am Rhein den Raum dafür gegeben, der Verbrechen der Nazi-Diktatur zu gedenken und weitere Stolpersteine in der Stadt verlegt: In den Stadtteilen Rauenthal, Eltville und Erbach. Und dies unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und einiger Angehöriger. Wir haben weitere Bäume in der Stadt gepflanzt, das Aufforstungsprojekt im Wald fortgeführt und neue Fahrradständer aufgestellt. Wir haben die neue Nachschubhalle der Feuerwehr in Eltville in Betrieb genommen, unsere Verwaltung digitaler gemacht und mit Ruhe und bedacht in unseren Gremien auch weiter wichtige Weichen für die nächsten Jahre gestellt.

Ja, und wir hatten das Riesenrad! Der Eltviller Sommer 2020 ist für uns geprägt von dem unglaublichen Vergnügen, Corona-konform mit den Mitgliedern des eigenen Haushalts in einer Gondel zu sitzen und die atemberaubende Aussicht über unsere Heimat, die Kulturlandschaft des Rheingaus, zu genießen. Wie viele Menschen sich nach der unsicheren Zeit im Frühling nach einer solch wunderschönen Abwechslung gesehnt haben.

Und wir hatten den „Sound of Eltville“: Elf Konzerte über einen langen Sommer verteilt vor der Kulisse des Rheins in unserem Schwimmbad. Wir haben damit die Kulturschaffenden der Region gefördert und den Menschen ein Gefühl von Sommer-Festivals geschenkt.

Mit der Entwicklung und der Zulassung der Impfstoffe erleben wir diesen Jahreswechsel in der Hoffnung, dass es besser werden kann. Der Kreis hat Eltville als Standort für sein Impfzentrum ausgewählt. Das werden wir nach Kräften unterstützen, auch wenn die Verantwortlichkeit für Abläufe und Organisation beim Landrat und seinem Team liegt.

Von Herzen wünschen wir Ihnen und Ihren Familien ein gutes und gesundes neues Jahr 2021.Lassen Sie uns mit großer Zuversicht in die Zukunft gehen! Wir tun es auch!

Gemeinsam können wir unglaublich viel erreichen, das hat dieses vergangene Jahr sehr deutlich gezeigt. An dieser Stelle wollen wir Sie ermuntern, uns auch im Jahr 2021 mit guten Vorschlägen, mit Ihrem Engagement und gerne auch mit konstruktiver Kritik zu unterstützen. Damit wir gemeinsam unser Eltville am Rhein trotz aller Einschränkungen durch die Pandemie weiter nach vorne bringen.

Vielen Dank für Ihr Vertrauen!

Patrick Kunkel

Bürgermeister

Ingo Schon

Stadtverordnetenvorsteher

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