Tom Weigl war bei „Deutschland sucht den Superstar“

Tom Weigl war bei „Deutschland sucht den Superstar“

Demnächst wird der junge Rheingauer Sänger und Schauspieler im ZDF zu sehen sein

Tom Weigl hat es bei DSDS in den Recall geschafft.

Erbach. (ak) – „Ich wollte eine Plattform und auf mich aufmerksam machen“, erklärte Tom Weigl seine Motivation bei „Deutschland sucht den Superstar“ teilzunehmen. Der 20-jährige Erbacher hat letztes Jahr sein Abitur an der Rheingauschule gemacht und trainiert beim SV Erbach die C- und D-Jugend. Er selbst spielt dort in der zweiten Mannschaft.

Bei der deutschen Casting-Show „Deutschland sucht den Superstar“, kurz DSDS genannt, geht seit 2002 eine Jury, deen Urteil sich auch Tom Weigl stellte, jedes Jahr auf die Suche nach Gesangstalenten.

Die Sendung wird regelmäßig auf RTL ausgestrahlt.

Beim offenen Casting zur 17. Staffel konnte man sich in 13 Städten in Deutschland, der Schweiz und Österreich bewerben.

Auf Tom Weigl wurden die Talent-scouts von DSDS nicht durch das offene Casting, sondern durch seinen Instagram-Account tomwgl_ aufmerksam. So wurde er von den Talent-scouts angeschrieben und hatte sich parallel auch selbst für ein Casting bei DSDS beworben.

Er musste dann nur noch ein fünfminütiges Video über sich selbst drehen und einschicken und schon hatte er seine Einladung zum Vor-Casting. Hier gab es dann Tipps für die Casting-Show und auch Musiktitelvorschläge, die zu ihm passen würden.

„Man muss die Vorschläge nicht annehmen. Mir wurde das Lied von Ed Sheeran „Supermarket Flowers“ vorgeschlagen. Ich fand es gleich super und habe es dann auch beim Casting gesungen“, so der Kandidat bei seinem Gespräch mit der Rheingau Echo-Reporterin Andrea Knaak.

Aufgezeichnet wurde das Casting am 21.September 2019 in Hamburg. In der Jury saßen Dieter Bohlen, Xavier Naidoo, Oana Nechiti und Pietro Lombardi.

„Ich bin sehr schüchtern, wenn es darum geht vor anderen zu singen. Ich schäme mich nicht, meinen Gesang anderen zu zeigen, aber live zu singen ist eine große Hemmschwelle. Vor Freunden und Familie ist es sogar noch schwieriger als vor Fremden“, verriet Tom Weigl, der regelmäßig Musik-Videos auf seinen beiden YouTube-Channels hochlädt und erklärte: „Ich singe dann alleine in meinem geschlossenen Zimmer und lade nur die Gesangsvideos hoch, mit denen ich sehr zufrieden bin.“

Gesungen hat er schon immer sehr gerne, obwohl er nie Gesangsunterricht hatte, in einem Chor oder einer Band gesungen hat. Mit elf Jahren spielte er einige Zeit Gitarre und hatte auch Unterricht, „das ist aber mangels Zeit und Lernfreude gescheitert“, verriet er.

„Vor meinem Auftritt vor der Jury war ich sehr aufgeregt, aber sobald ich vor ihnen stand, war der Druck weg“, erklärte der DSDS-Kandidat und räumte ein: „Geholfen hat dort aber auch der lockere Umgang. Es war ein tolles Team und tolle Mitarbeiter, dass hat alles sehr entspannt.“

Nach dem Vorsingen gibt es immer die berühmten und manchmal auch berüchtigten Kommentare der Jury-Mitglieder, allen voran Dieter Bohlen.

Doch zuerst war Xavier Naidoo an der Reihe, der auch Toms Lieblingssänger ist und verriet: „Ich bin extrem angetan“, und obwohl er die englische Aussprache des Erbachers kritisierte, versicherte der prominente Sänger: „Da geht bestimmt noch mehr.“

Der Sänger Pietro Lombardi war ebenfalls Jury-Mitglied und hatte DSDS im Jahr 2011 sogar gewonnen. Er fand den Auftritt von Tom Weigl sehr gefühlvoll und hätte nicht gedacht, dass ein Fußballtrainer so eine schöne Stimme hat.

Die Tänzerin Oana Nechiti war von Toms Lächeln angetan und erklärte: „Du hast ein Lächeln, das ist nicht von dieser Welt.“ Deshalb riet sie ihm, in Zukunft die Jury beim Singen anzusehen. Auch sonst gab es von ihr großes Lob: „Ich liebe es, wenn Jungs leidenschaftlich, charmant und gefühlvoll sind – und du bist alles zusammen.“

Auch Dieter Bohlen erklärte begeistert: „Du warst heute Abend mit riesigem Abstand der Beste.“ Außerdem sehe er gut aus und habe eine richtig klasse Stimme.

„Ich habe gemerkt, dass es ganz gut lief, habe aber nicht damit gerechnet, dass ich so gut war“, erzählte Tom Weigl und freute sich riesig, dass er es in den „Recall“, d.h. in die nächste Runde der Casting-Show geschafft hatte.

Mit ihm freuten sich seine Eltern, seine Freundin und sein bester Kumpel, wie man auch im Fernsehen, auf RTL sehen konnte.

Doch zunächst hieß es erst Mal warten, denn die Sendung, die im September aufgezeichnet wurde, lief erst am 4.Januar 2020 im TV. Während die Staffel lief, sind die Kandidaten an eine Verschwiegenheitserklärung gebunden. Andere Verträge werden nur mit den Teilnehmern geschlossen, die sehr viel weiterkommen.

In den Recall waren 126 Teilnehmer gekommen. Sie alle fuhren Anfang Oktober, auf Kosten von DSDS, nach Sölden. Aufgeteilt in zwei Hotels gab es noch einen Tag Vorbereitungszeit und dann ging es für alle Teilnehmer der zweiten Runde, auf einer Bühne in 3.000 Meter Höhe, weiter.

In zwölf Gruppen aufgeteilt hatte jeder Teilnehmer 90 Sekunden Zeit, die Jury von sich zu überzeugen und einen der 26 begehrten Auslands-Recall-Plätze in Südafrika zu ergattern.

Tom Weigl hatte sich den Ratschlag von Xavier Naidoo zu Herzen genommen und wegen seiner kritisierten Aussprache auf einen englischen Song verzichtet. Er hatte sich für „Halt dich an mir fest“ von Revolverheld entschieden.

„Ich war nicht schlechter als im ersten Casting“, erklärte der Erbacher, aber Dieter Bohlen meinte: „Von dir habe ich mir mehr erwartet.“

So ging es für Tom Weigl zwar nicht nach Südafrika, aber es war trotzdem für ihn eine durchweg positive Erfahrung: „Ich würde wieder mitmachen, aber nicht gleich im nächsten Jahr. Ich will mich verbessern und würde an mir arbeiten und auch Unterricht nehmen.“

„Es wäre schön, wenn es mit dem Singen oder Schauspielern klappen würde, aber ich will nicht alles auf eine Karte setzten“, betonte Tom Weigl, der sich durch ein Studium des Sportmanagements ein zweites Standbein schaffen möchte.

Auch ist die Modellagentur „Models and Friends“ durch seinen Auftritt bei „Deutschland sucht den Superstar“ auf den Erbacher aufmerksam geworden und hat ihm bereits eine kleine Rolle in der ZDF-Serie „Der Staatsanwalt“ vermittelt. Er spielt darin einen Polizisten.

Man wird Tom Weigl also noch öfters im Fernsehen sehen können. Auch beim Rheingau Musik Festival ist er dieses Jahr dabei, allerdings wird der angehende Student hier erstmal nur als Parkplatzdienst arbeiten.

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