Frühlingsfest der Nachbarschaftshilfe

Frühlingsfest der Nachbarschaftshilfe
Bunter musikalischer Strauß im Domzentrum / Kaffee und Kommunikation

Stammgäste bei der Nachbarschaftshilfe: Die Blaskapelle Weindorf Johannisberg.

Geisenheim. (hhs) — Das traditionelle „Frühlingsfest zum Muttertag“ der Nachbarschaftshilfe fand in diesem Jahr schon eine Woche vor dem Muttertag statt. Im gut gefüllten Germaniasaal erfreuten die Blaskapelle Weindorf Johannisberg, der Tenor Michael Senzig in Begleitung von Friedel Anschau und Moderator Otto Mainz die Gäste. Für den guten Ton zeichnete einmal mehr Rudi Körber verantwortlich.

 

Das musikalische Unterhaltungsangebot begann zwar erst um 15 Uhr, doch schon eine Stunde vorher füllte sich der Germaniasaal. Denn für viele Mitglieder der Nachbarschaftshilfe ist das Frühlingsfest auch ein Ort der Kommunikation. Bei Kaffee und Kuchen konnten sie sich austauschen, von Sorgen und Nöten des Alltags erzählen, aber auch gemeinsam lachen und feiern. Eine Dame feierte gar ihren 77. Geburtstag – selbstverständlich gab es ein gemeinsames Ständchen.

Dass das Wetter am Samstag alles andere als frühlingshaft war, focht die Gäste nicht an. Dafür, so Bürgermeister Christian Aßmann und in Personalunion auch Vorsitzender der „Nachbarschafts- und Generationenhilfe Geisenheim“ in seiner Begrüßungsansprache sei er nicht zuständig. „Hier drin ist es warm und trocken! Genießen Sie den Nachmittag mit Kaffee und Kuchen und einem Potpourri wunderschöner Melodien“, gab Aßmann als Devise aus.

Für die Melodien stand zunächst einmal die „Blaskapelle Weindorf Johannisberg“ unter der bewährten Leitung von Christoph Gietz. Die Musiker hatten ein buntes Kurkonzert vorbereitet. Dabei standen populäre Melodien von Tango über Walzer, Polka und Märsche im Mittelpunkt, aber auch Filmmusiken und sogar einen Sirtaki spielte die Blaskapelle – sehr zur Freude der Besucher.

Als Stargast war der Tenor Michael Senzig angekündigt – auch er kein Unbekannter bei der Nachbarschaftshilfe. Viele Gäste erinnerten sich noch gerne an seinen Auftritt beim Sommerfest der Nachbarschaftshilfe vor drei Jahren auf den Rheinwiesen. Der Wiesbadener Sänger mit profunder Gesangsausbildung am Peter Cornelius-Konservatorium in Mainz schöpfte aus seinem reichhaltigen Repertoire mit Liedern von Richard Tauber bis Joseph Schmidt. Charmant plauderte er, mischte sich unters Publikum und gab so mancher Dame – „Ich küsse Ihre Hand, Madame“ – das Gefühl, nur für sie zu singen. Souverän begleitet wurde er am Klavier von Friedel Anschau – auch er ein lieber und geschätzter Bekannter der Nachbarschaftshilfe.

Und zuletzt sorgte Otto Mainz dafür, dass sich eine fast familiäre Atmosphäre im Germaniasaal entwickelte. Der Moderator aus Espenschied, selbst ein erfahrener Sänger und von der Nachbarschaftshilfe als „guter Freund“ angekündigt, beschränkte sich im Wesentlichen auf seine Rolle als Conférencier. Bescheiden sah er seine Rolle darin, den Musikern „kurze Verschnaufpausen“ zu ermöglichen. Nur wenn er das Publikum zum Mitsingen animierte, ließ er auch mal seinen wohlklingenden Bass erklingen.

Auf gut zwei Stunden war das musikalische Unterhaltungsprogramm angesetzt. Sehr zu Freude der Zuhörer dauerte es – mit Zugaben – deutlich länger. Im abwechslungsreichen Programm wurde das von Michael Senzig vorgetragene Lied vom „Soldat am Wolgastrand“ zum emotionalen Höhepunkt, bei dem auch die eine oder andere Träne der Rührung floss.

Mit leisem Bedauern wurde bei der Nachbarschaftshilfe registriert, dass die lange gepflegte enge Kooperation mit dem VdK derzeit auf Sparflamme kocht. Zwar sind viele Mitglieder der Nachbarschaftshilfe auch beim VdK eingetragen, doch erschien das Frühlingsfest in diesem Jahr nicht auf dessen Jahres-Veranstaltungsprogramm.

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