Informationen einordnen – Nachrichten verstehen

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Projektstart für 2020: Vorstellung „Rheingau Echo in der Schule“ im Kloster Eberbach

Rheingau. (mg) – Mit der Projektvorstellung „Rheingau Echo in der Schule“ fiel der Startschuss für die neue Projektphase von „Rheingau Echo in der Schule“, das in Kooperation mit den Lehrkräften ein besonderes pädagogisches Angebot für die Schulen ist. Das Rheingau Echo bietet allen Schulen in seinem Verbreitungsgebiet seit dem Schuljahr 2018/19 die Teilnahme an dem medienkundlichen Projekt an.

Im vergangenen Jahr haben dies 13 Klassen mit insgesamt 217 Schülern genutzt. In diesem Jahr sind Klassenverbände mit 231 Schülern angemeldet, die wöchentlich das Rheingau Echo als Lektüre und Arbeitsmaterial erhalten.
Partner der Bildungsinitiative sind die Stiftung Kloster Eberbach, das St. Josephs-Hospital Rheingau, die Süwag sowie Vitos Rheingau. An diesem Projekt der Lese- und Schreibförderung sowie der Medienbildung können Klassen aus sämtlichen Schulformen teilnehmen. Feste Bestandteile des Projektangebots sind neben der kostenlosen Lieferung des Rheingau Echos als Lehr- und Lernmaterial für den Unterricht, die Möglichkeit für die Schülerinnen und Schüler, selbst journalistisch zu arbeiten und eigene Beiträge im Rheingau Echo zu veröffentlichen.
Das Rheingau Echo hat sich für die Projektbetreuung das IZOP-Institut aus Aachen an seine Seite geholt. Dieses übernimmt die pädagogische und organisatorische Betreuung der teilnehmenden Lehrkräfte und Klassen.
Welche Möglichkeiten das Projekt für die teilnehmenden Schulen eröffnet und wie die Wochenzeitung unterstützend für den Unterricht in den verschiedenen Fächern genutzt werden kann, war Thema einer Informationsveranstaltung im Kloster Eberbach, an der Lehrkräfte sowie Vertreter der Projektpartner teilnahmen.
Einleitend skizzierte Rheingau Echo-Chefredakteur Michael Gamisch den Verlag und seine Entwicklung. Anschließend erläuterte er die Intention des Verlags für die Durchführung dieses Projekts.
Dahinter steht vor allem die Überzeugung, dass eine Demokratie informierte Bürger braucht, die fähig sind, sich Zusammenhänge aus verfügbaren Informationen zu erschließen und dabei kritisch mit Quellen umgehen können – gerade in Zeiten, in denen jeder seine Weisheiten wie auch Dummheiten massenhaft verbreiten kann.
Natürlich gehe das Internetzeitalter auch an den Zeitungen nicht spurlos vorüber. Die kostenlose Konkurrenz aus dem Netz und der Trend einer eher mäßig lesebegeisterten Jugend müsse die Verlage nach neuen Mitteln suchen lassen, die unabhängige Zeitung als festen Bestandteil des kompletten Informationsspektrums im Bewusstsein auch von jungen Leuten zu verankern, erläutere Gamisch. Damit nehme man auch einen Teil der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung wahr, da eine Demokratie auf allen Ebenen informierte Bürger brauche. Es genüge eben nicht, alles nur „nach zu googlen“, sich vielleicht unbemerkt online in „Meinungsblasen“ zu bewegen oder anonym über andere herzuziehen. „Bei uns schreibt kein ‚Jojo 21‘ oder ‚Grandpa78‘, sondern Menschen, die mit ihrem Namen für ihre Artikel und Meinungen stehen. Auch Leser können bei uns nur namentlich – und nicht anonym – ihre Meinung kundtun“, erläuterte Gamisch. Auch hier stehe die Zeitung für „Transparenz“. Das Projekt „Rheingau Echo in der Schule“ soll dazu ermuntern, regelmäßig in die Zeitung zu schauen, um den Umgang mit Medien zu trainieren. Ergänzt wird dies durch E-Learning-Module im Internet, zumal es die Zeitung ja auch im Netz gibt mit einer eigenen Homepage, einer APP, als E-Paper und auf Facebook.
Das Rheingau Echo als regionale Wochenzeitung möchte den Schülern auf diesem Weg den Zugang zu Nachrichten aus ihrem direkten Erfahrungsfeld zugänglich machen. „Näher kann man Nachrichten kaum sein“, betonte Michael Gamisch. Gleichzeitig ist man, wie kaum ein anderes Medium, der kritischen Prüfung der Leser am stärksten ausgesetzt. Und darin steckt auch der Vorteil für die Schüler, die hier Grundprinzipien des Journalismus in ihrem direkten Lebensumfeld kennen lernen können. Ziele des Projekts sind die Auseinandersetzung mit der Zeitung als Informationsquelle, das Kennenlernen und Anwenden zeitungsspezifischer Gestaltungsmittel, die Förderung der Lese- und Schreibkompetenz, die Befähigung zur kritischen Medienrezeption, die Entwicklung der kommunikativen Kompetenz und die Förderung sozialer Kompetenzen.
        Das pädagogische Konzept des Projekts stellte     Dr. Winfried Spiegel, Geschäftsführer des IZOP-Instituts, vor.
Dabei verwies er auch auf die gut 40-jährige Erfahrung des Instituts, das seit 1979 in Zusammenarbeit mit vielen einzelnen Verlagen der lokalen, regionalen und überregionalen Presse Schülerprojekte in der gesamten Bundesrepublik durchführt.
Im schulischen Curriculum hat das Projekt seinen Ort nicht allein im Fach Deutsch. Vielmehr kann die Zeitung in allen Fächern und Lernbereichen als Unterrichtsmaterial eingesetzt werden.
An Beispielen machte Dr. Spiegel den anwesenden Lehrkräften deutlich, wie vielseitig die Zeitung als Lehrmaterial in allen Altersstufen auf interessante Weise eingesetzt werden kann.
Das Institut stellt zudem den Schulen eigene Lernmittel zur Verfügung, in Printform, aber auch online über einen speziellen Zugang auf das E-Learning-System des IZOP-Instituts. Außerdem erhalten die Klassen eine ganze Liste an möglichen Recherchethemen für die praktische Arbeit

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