"Das Lied ist noch wichtiger als vor einem Jahr“

Frank Zimmermann & Friends bringen „Zusammenstehn“ als „Rheingau-Video“ heraus

„Zusammenstehen“ ist ein Video-Musik-Projekt von Frank Zimmermann(rechts) und seinen Freunden, das den Zusammenhalt im Rheingau stärken soll. Die gesangliche Leitung übernahm Dunja Koppenhöfer (links).

Frank Zimmermann, der Rheingauer des Jahres 2020, erinnert sich noch genau an den Moment, als er im März des vergangenen Jahres das spanische Lied „Resistiré im Radio hörte. „Ich saß im Garten und hatte gerade die ersten Videos meiner eigenen Corona Reise aufgenommen und war total begeistert von diesem Lied und spielte es auf Spanisch erstmal nach“, erzählt er. In Spanien wurde das Lied zu einer „Corona-Hymne.“ In den nächsten Tagen wird es als Video-Musik-Projekt in deutscher Sprache unter dem Titel „Zusammenstehn“ mit Filmaufnahmen aus dem Rheingau veröffentlicht werden. Das „Finale“ wurde vor dem Niederwalddenkmal aufgenommen.

„Ich glaube, dieses Lied ist jetzt noch viel wichtiger als vor einem Jahr. Es ist zu spüren, dass die Gesellschaft immer mehr auseinanderdriftet“, sagt Frank Zimmermann. „Außerdem bin ich der festen Überzeugung, dass wir im Großen und Ganzen in dieser Welt nicht viel verändern können. Aber wenn wir hier im Rheingau ‚Zusammenstehn‘, werden wir die Probleme, die wir haben und die noch kommen werden, gemeinsam bewältigen.“

Bei der spanischen Version haben viele bekannte Popstars mitgewirkt und dem Lied zu einem großen Erfolg verholfen. Da Frank Zimmermann eine tiefe Verbundenheit mit spanischen Freunden pflegt, Spanien und die spanische Sprache und Musik liebt, hört er auch viel spanisches Radio. „Damals habe ich angefangen einen deutschen Text zu schreiben, aber ich habe ihn nicht fertiggestellt“, erzählt er. „Am 16. Dezember erhielt ich eine WhatsApp Nachricht meines Schulfreunds Achim Dreis, der mir seinen Weihnachtswunsch mitteilte: ‚Resistiré‘ auf rheingauerisch“. So war das Projekt geboren. Er schrieb den Text fertig und Achim Dreis half ihm an zwei Stellen, an denen ihm Übergänge fehlten. „Ich stellte das Projekt meinem Freund und Musiker Stefan Glass vor, der schon für viele Musiker und Bands Songs arrangiert hat und er arrangierte das Stück in seiner jetzigen Form.“ Als er danach das Projekt Dunja Koppenhöfer und Stephan Weber vorstellte, konnte er beide direkt dafür gewinnen. Er schickte Stefan Glass ein Video mit der ersten Version des Songs. „Stefan übernahm den Auftrag und schickte mir bereits ein paar Tage später eine volle Band-Version meines Songs und ich war begeistert“, berichtet Frank Zimmermann.

Nach kurzen Absprachen mit Stephan Weber von „Studio 22“ folgten die geplanten Gesangs-Aufnahmen mit den Kollegen und Kolleginnen und mit Dunja Koppenhöfer, die die gesangliche Leitung übernahm. „Mit Dunja habe ich die ersten Pilot-Spuren festgelegt und Stephan hat mit ihr und mir zur Orientierung für alle anderen die Parts im Studio aufgenommen“, fasst Frank Zimmermann den ambitionierten Zeitplan zusammen. „Am 30. Januar kamen alle Mitwirkenden in vorgegebenen Zeitfenstern ins Studio und sangen unter Hygienebedingungen und getestet ihre Parts nacheinander ein.“ Anfang Februar habe man gemeinsam beraten, wie das Lied veröffentlichen werden sollte. „Wir stellten fest, dass uns noch keine Genehmigung der Urheber zur Veröffentlichung vorlag, und es dauerte vier Wochen bis wir von Peermusic (Germany) GmbH und EMI Music Publishing Germany GmbH die Genehmigung erhalten hatten, den Song so zu veröffentlichen.“

„Tolle Orte“

In der Zwischenzeit war ihm klar geworden, dass er ein Video davon wollte. Seine Ideen zur Veranschaulichung regionaler Sehenswürdigkeiten fanden großen Zuspruch bei allen Beteiligten und so verabredeten sie sich zu mehreren Produktionsstrecken im Rheingau. „Am 25. März haben wir mit den Dreharbeiten an vielen tollen Orten im Rheingau begonnen.“ Die Dreharbeiten mit der Drohne zum Abschluss fanden am 9. April vor dem Niederwalddenkmal statt, wo sich der Himmel und der Rhein gegen Abend noch in ein strahlendes Blau färbten. Die übrigen Orte werden noch nicht verraten, damit es bis zur Veröffentlichung des Videos spannend bleibt.

Neben den genannten Freundinnen und Freunden sind Wilhelm Heymach, Katrin Stoll, Gerald Neubauer, Nadine Ruppershofen und Magda Rogler an dem Projekt beteiligt. Die Drohnenaufnahmen hat Marius Janisch gemacht, während Frank Zimmermann die übrigen Filmaufnahmen zum großen Teil selbst gemacht hat. Den Videoschnitt hat Matthias Zangerle übernommen.

„Resistiré“ war das „Durchhalte-Lied im spanischen Lockdown mit vielen aktuellen Interpreten, wie dem auch in Deutschland bekannten Álvaro Soler. Das Original ist von 1988. Interpreten waren das Dúo Dinámico. Komponiert wurde das Stück Manuel De La Calva Diego. Den Originaltext hat Carlos Toro Montoro geschrieben.

Voraussichtlich am Samstag, 24. April, soll das Video auf Facebook und auf dem YouTube-Kanal von Frank Zimmermann veröffentlicht werden. „Am 26. April berichten wir um 21 Uhr bei Radio Rheinwelle über das Projekt“, kündigt er an. „Es wird auch ab jetzt ein Titel bei meinen Live-Auftritten werden. Und wir werden das Lied auf jeden Fall am 12. August beim Konzert „Frank, Dunja & Friends“ mit allen Mitwirkenden in der Brömserburg spielen.“ Auch die Freigabe der Urheber, diese Version auf einem Tonträger rauszubringen, liegt vor, aber dafür gibt es noch keinen konkreten Umsetzungstermin.

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Kommentare

Bravo!

Selten habe ich ein so emotionales und gelungenes Video gesehen und das nicht nur einmal. Treten die Künstler auch öffentlich auf?
Ich bin total fasziniert und habe es schon viele Male weitergeleitet. Vielen Dank dafür und weiterhin viel Erfolg.

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