Badelandschaft Auf der Lach ganz in Edelstahl

Sanierung und Modernisierung des Asbachbades ist in vollem Gange

Die Beckenseiten sind bald komplett mit Edelstahl verkleidet, der Graben am Beckenrand deutet auf die Verlegung von Versorgungsleitungen hin.

Rüdesheim. (av) – Die Freunde des Rüdesheimer Asbachbades dürfen sich freuen, das Freibad der städtischen Fremdenverkehrsgesellschaft (FreGe) wird derzeit umfangreich saniert und modernisiert. Die hellblauen Beckenfliesen und der unebene Beckenboden gehören bald der Vergangenheit an, zeigen uns FreGe-Geschäftsführer Günter Dries und Thomas Knauf vom Planungsbüro König & Partner Ingenieure. Derzeit sind Monteure dabei, die Becken mit einer Edelstahlwanne auszukleiden. Sie wird von der Firma AWZ in Eisleben an den Wänden angeheftet und danach die Kanten verschweißt.

Durch die glatte und vollkommen dichte Edelstahloberfläche sind dann die Becken in hygienischer undlanglebiger Ausführung anderen Werkstoffen deutlich überlegen, garantiert die Fachfirma, die bundesweit zum Einsatz kommt. Auf den glatten und dichten Edelstahlflächen finden Anhaftungen, Bewuchs, Pilze und Bakterien keinen Halt und können die Oberflächen nicht schädigen. Trotz allem komme ein Reinigungsroboter zum Einsatz, fügt Günter Dries hinzu, der selbstständig durch die Becken fährt und schwimmenden Schmutz aufnehmen kann.

Die Wandverkleidung ist aus 2,5 mm Edelstahl V4A, im Bereich der Startblöcke wegen seiner Noppen rutschhemmend, ansonsten glatt. Die Bodenbleche sind etwas dünner, sagt Matthias Schneider, hier sei eine Stärke von 1,5 mm ausreichend. Für die Montage darf die Außentemperatur nicht unter 8 Grad Celsius sinken. Der Nichtschwimmerbereich werde komplett rutschhemmend ausgestattet sein während der tiefer gelegene Bereich bis hin zum Sprungbecken in glatter Ausführung erfolgt. Alles auf einer ca. 1.150 Quadratmeter großen Badefläche, die mit 2,5 Millionen Wasser gefüllt wird.

Die neue Edelstahlwanne wird auch für eine neue Wasserdichte sorgen, in den letzten Jahren mussten wegen undichter Stellen nicht unerhebliche Wasserverluste in Kauf genommen werden.

Ein 530 Kubikmeter umfassender Rohrgrabenaushub um den Beckenrand, der vom Oestrich-Winkler Bauunternehmen Kühn ausgeführt wurde, deutet auch darauf hin, dass es zu einer Modernisierung der Schwimmbadtechnik kommt. Hier werden Zu- und Abwasserleitungen (Firma EB Steuertechnik, Elz) und Stromkabel verlegt, die zwölf zusätzliche Einströmdüsen versorgen. Zukünftig werden es 31 Einströmdüsen sein. Ein zusätzliches Datenkabel dient der Messstation, die mehrmals am Tag das Wasser untersucht. Zum Beispiel auf den Chlorgehalt. Die Einströmdüsen erhöhen eine künftig bessere Durchströmung der Badelandschaft.

Im September letzten Jahres erhielt die städtische Fremdenverkehrsgesellschaft vom Hessischen Innenministerium einen Zuwendungsbescheid aus dem SWIM-Programm in Höhe von 332.000 Euro. Mit der Landesförderung soll das undicht gewordene Schwimmbecken des Asbach-Bads saniert und auch ein barrierefreier Pavillon mit Umkleiden und Erste-Hilfe-Station gebaut werden. Weitere 800.000 Euro müssen von der FreGe für die Sanierung beigesteuert werden. Damit dann das moderne Freibad nichts von seinem Charme verliert und noch attraktiver und beliebter wird, „unterstützt die Hessische Landesregierung die Modernisierung des Schwimmbeckens sowie den Bau eines Pavillons mit behindertengerechten Toiletten, barrierefreien Umkleiden sowie Erster-Hilfe-Station mit finanziellen Mitteln aus dem SWIM-Programm. Damit tragen wir zum Erhalt der Rheingauer Schwimmlandschaft bei und fördern die Ausbildung der Schwimmfähigkeit von Kindern und Jugendlichen in der beliebten Freizeit- und Touristenregion“, so Sportminister Peter Beuth bei der Übergabe des Förderbescheids im Rüdesheimer Rathaus. Das Asbach-Bad, benannt nach dem Fabrikanten der ortsansässigen Weinbrennerei Asbach & Co., Hermann Asbach, wurde 1953 eröffnet und im Laufe der Jahrzehnte mehrmals modernisiert. Das idyllisch am Rhein gelegene Freibad ist eine beliebte Sport- und Ausflugsstätte und erfreut sich mit großem Schwimmerbecken, Nichtschwimmerbereich, Kleinkinderbereich sowie einem separaten Sprungbecken großer Beliebtheit bei den Bürgerinnen und Bürgern sowie zahlreicher Touristen, welche das Rheintal und die Stadt über die Sommermonate besuchen. Mehr als 57.000 Besucher registriert das Asbach-Bad jährlich. Auch Schulklassen und Vereine nutzen die Sportstätte regelmäßig.

„Die Modernisierung des Asbach-Bads in Rüdesheim ist ein schönes Beispiel dafür, wie Kommunen vom SWIM-Programm profitieren können. Das Bad wird dem Schulschwimmen, der Schwimmausbildung sowie der allgemeinen Gesunderhaltung zugute kommen. Daneben werden etliche Vereine das aufgewertete Freibad für Kurse nutzen. Ich bin überzeugt davon, dass das tolle Familienbad am Rhein mit seinen zahlreichen Attraktionen weiterhin viele Besucher in ihren Bann ziehen wird. Allen künftigen Besucherinnen und Besuchern wünsche ich viel Freude beim Schwimmen und Baden“, so Peter Beuth.

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