Explodierende bunte Lichter über dem Rhein

Explodierende bunte Lichter über dem Rhein
Rhein in Flammen begeisterte tausende von Zuschauer auf den Schiffen und zu Land

Frohgelaunte Damen aus Hannover feierten bereits am Vortag auf dem Rüdesheimer Marktplatz.

Rüdesheim. (av) – „Willkommen in der Welt des Feuerzaubers – der größten Feuerwerke am Rhein“, so werben Touristiker beiderseits des Rheins für die Gemeinschaftsveranstaltung der Städte Rüdesheim am Rhein und Bingen vor dem Explodieren bunter Lichter über dem Rhein. Sieben prächtige Feuerwerke, beleuchtete Burgen und ein buntes Rahmenprogramm luden zu fröhlichem Treiben ein.

Zum 41. Mal fand die Großveranstaltung „Rhein in Flammen“ statt.

Bei Einbruch der Dunkelheit nahmen 40 Ausflugs- und Kabinenschiffe bei Trechtingshausen Aufstellung, um dann im Konvoi vorbei an sieben Prachtfeuerwerken, illuminierten Burgen, Türmen und den Städten Rüdesheim und Bingen sowie dem Rotweinort Assmannshausen zu gleiten. Musik und ausgelassene Stimmung herrschten an Bord der Schiffe. Tausende von Besucher längs des Rheinufers und in den Weinbergen erfreuten sich des feurigen Spektakels.

Bereits am Vortag öffneten die Wein- und Essensstände auf dem Rüdesheimer Marktplatz und Niederwalddenkmal. Drei frohgelaunte Damen aus Hannover genossen den Sekt und den Wein unter der Marktlinde, wo sich die Gäste tummelten. Sie gehen seit einigen Jahren miteinander auf Fahrt. Vor zwei Jahren wurde bereits gebucht, um einmal den „Rhein in Flammen“ zu erleben. Auch in diesem Jahr waren die Gästebetten in Rüdesheim und Assmannshausen wieder ausgebucht. Ab 19 Uhr spielte die„Colored Songs Band“Rockmusik der letzten 50 Jahre. Samstagmittag waren es dieLorcher Schlossbergmusikanten, am Samstagabend brachte Gina Jonesfetzige Cover Rock & Pop-Musik. Sonntags zum Frühschoppen sorgte dieBlaskappe Gladbachtal für Unterhaltung. Ab 15 Uhr bis zum Ausklang des Programms gab es Classic Rock und Lagerfeuerflair mit „Nervus Akkustikus“.

Besucheransturm

Samstag begrüßten die Winzer und Standbetreiber am Niederwalddenkmal ab 11 Uhr die Besucher mit leckeren Weinen und zünftigen Speisen. Am Abend stieg die „Rhein in Flammen-Party“ mit der „Dr. Kellerband“. Von Blues, Rock und Jazz bis Pop, für jeden ist etwas dabei. Allein vom Niederwalddenkmal aus waren drei Feuerwerke zu sehen: Burg Klopp, Panoramaweg und das große Abschlussfeuerwerk mitten im Rhein. Die Seilbahn fuhr in der Nacht bis ca. 1.00 Uhr um alle Nachtschwärmer zurück nach Rüdesheim schweben zu lassen. Ein großer Besucheransturm erfolgte mit Pkws. Auf dem Parkplatz am Denkmal waren bereits um 19 Uhr alle Plätze belegt. Entlang der Straße standen die Autoreihen bis zum Jagdschloss Niederwald. Wanderer waren mit Rucksackverpflegung und Decken unterwegs und ließen sich rechts und links des Denkmals auf dem Rasen nieder.

Eine große Anzahl an Wanderfreunden war mit dem Welterbeführer Wolfgang Blum unterwegs, auch für ihn zählt „Rhein in Flammen“ zu den Höhepunkten im Mittelrheintal. Besonders imposant präsentiert sich für Blum das Spektakel rund um das Binger Loch. Zur Einstimmung auf den Event wurde von Rüdesheim über Aulhausen zur dortigen Rotweinlaube im „Höllenberg“ gewandert. Anschließend folgte man den Feuerwerken von dort durch die Weinberge zurück bis zum Finale, abgeschossen von der Rheinfähre zwischen Bingen und Rüdesheim. Gewandert wurden zwölf Kilometer mit einem Höhenunterschied von 400 Metern.

Feuerwerkstafel

Die Veranstaltung fand ohne nennenswerte Störungen statt. Rettungsdienste und Feuerwehren standen auf ihren Posten. Kräften der Wasserschutzpolizei (WSP) Rheinland-Pfalz waren auf dem Rhein im Einsatz. Es erfolgte eine Sperrung der Rheinschifffahrt, zwischen Rheinkilometer 539 und 519,9, in der Zeit von 20 Uhr bis 0.00 Uhr (Bergfahrt) bzw. 20. 30 Uhr bis 0.15 Uhr (Talfahrt). Der Schiffskonvoi, bestehend aus den 40 Personenschiffen, wurde während der geschlossenen Fahrt durch Streifenboote begleitet und die Einhaltung der Bedingungen/Auflagen der schifffahrtspolizeilichen Erlaubnis überwacht. Im Anschluss an das Abschlussfeuerwerk wurde die Auflösung des Konvois überwacht und Maßnahmen der Nachaufsicht durchgeführt. Während der Veranstaltung wurde ein Notarzt durch Kräfte der WSP auf ein Fahrgastschiff übergesetzt, eine Passagierin erlitt Kreislaufprobleme. Weiterhin wurde ein Eingreiftrupp an Bord eines Schiffes übergesetzt, hier kam es zu Handgreiflichkeiten zwischen Gästen.

Ein einmaliges kulinarisches Erlebnis erfuhren die Teilnehmer an der „Feuerwerkstafel“ der Assmannshäuser Kräuterwirte (Bergs Alte Bauernschänke, Hotel Unter den Linden, Hotel Zwei Mohren und Gasthof Schuster) in den Weinbergen über Assmannshausen. Poulardenbrust asiatisch, provenzalischer Gemüsesalat, Spargelsalat „Lieselotte“, bretonisches Garnelencocktail, Winzerschmaus und Hausgebackenes im Weckgläschen waren die Vorspeisen. Der legendäre Spießbraten mit geschmorten Zwiebeln aus der Metzgerei Bach, Speckerlfisch über dem Rebenfeuer gegart, BBQ Beefribs aus dem Smoker und feine Würste und Steaks vom Grill zählten zu den Hauptgerichten. Ein Sommernachtstraum aus Holunderblüten, Erdbeeren und Mascarponecreme bildete einen Höhepunkt. Für die Teilnehmer, zu denen auch Rotweinkönigin Aslin Karagöz mit ihren Weinprinzessinnen Sofia Aman und Valentina Faß zählten, wahrhaftig ein kulinarisches Erlebnis.

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