„Auch 2018 war ein positives Jahr für Walluf“

„Auch 2018 war ein positives Jahr für Walluf“
Gemeinsamer Neujahrsempfang der Gemeinde und des Verkehrs- und Gewerbevereins

Der Neujahrsempfang der Gemeinde Walluf und des Verkehrs- und Gewerbevereins im Vereinshaus Oberwalluf war gut besucht.

Walluf. (mh) – Auch der 14. gemeinsame Neujahrsempfang der Gemeinde Walluf und des Verkehrs- und Gewerbevereins (VGV) im Vereinshaus von Oberwalluf erwies sich dank des sehr guten Besuchs als gesellschaftliches Ereignis. Nach der Begrüßung der Gäste durch Bürgermeister Manfred Kohl hielt Franz Horne, Vorsitzender der Gemeindevertretung die Neujahrsansprache.

 

Mit Worten des französischen Schriftstellers Antoine de Saint-Exupéry hieß Bürgermeister Manfred Kohl die Bürgerinnen und Bürger sowie die zahlreich erschienen Gäste willkommen. Gleichzeitig wünschte er ihnen alles erdenklich Gute für das neue Jahr, insbesondere Gesundheit und persönliches Wohlergehen.

„Hinter uns liegt das Jahr 2018“, so Kohl, „dass uns gefordert hat: Zu Beginn des Jahres Hochwasser, dann ein sehr heißer und trockener Sommer mit Problemen bei der Wasserversorgung und für die Landwirtschaft auf der einen Seite, aber auch mit einem hervorragenden Weinjahrgang auf der anderen Seite. Insgesamt können wir aber aus meiner Sicht mit dem Jahr 2018 in der Gesamtschau zufrieden sein“.

Im inzwischen begonnenen Jahr 2019 sollte man, wie Kohl nachdrücklich betonte, „alle sich bietenden Möglichkeiten und Chancen sinnvoll nutzen und uns den Herausforderungen gemeinsam stellen“. Dazu könne jeder Einzelne seinen wertvollen und unverzichtbaren Beitrag leisten. Man werde sich aber auch immer wieder auf Veränderungen einstellen und Zielsetzungen an der einen oder anderen Stelle überdenken müssen.

„Herzlichen Dank, dass Sie in so großer Zahl zu unserer Traditionsveranstaltung gekommen sind und damit Ihr Interesse am Leben und der Entwicklung unserer Heimatgemeinde zeigen“, schloss sich Franz Horne den guten Wünschen des Bürgermeisters und VGV-Vorsitzenden für das neue Jahr an.

Wenn er schon wieder alle Anwesenden mit seiner Neujahrsansprache „beschalle“, gebe es für diesen Tausch eine ganz einfache Erklärung. Weil Manfred Kohl sich bekanntlich nach dem Ende seiner dritten Amtszeit im Oktober 2020 „leider“ in den wohlverdienten (Un)ruhestand verabschieden werde, „wollen wir ihm gerne das letzte Wort beim Neujahrsempfang 2020 gönnen“.

Als „Ihr erster Bürger“ möchte er den Empfang dazu nutzen, „um aus dem Blick eines neutralen Beobachters danke zu sagen, auf das abgelaufene Jahr zurückzublicken, einige Anmerkungen zur Arbeit der Gemeindevertretung zu machen, eine Vorschau auf das begonnene Jahr zu wagen und sich abschließend einen Blick über Walluf hinaus zu erlauben“.

Auch bei diesem Neujahrsempfang stelle Horne ganz bewusst ein herzliches Dankeschön an den Beginn seiner inhaltlichen Ausführungen an alle, „die sich ehrenamtlich in den politischen Gremien der Gemeinde, den Vereinen, Organisationen und Parteien, den Kirchen, der Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit, den Freiwilligen Feuerwehren und den Hilfs- beziehungsweise Rettungsorganisationen für die Belange unserer Gemeinde und unserer Mitmenschen eingesetzt und sich um die örtliche Gemeinschaft verdient gemacht haben“. Aber auch an diejenigen, die außerhalb von Organisationen hilfsbedürftige Mitmenschen unterstützen.

Integrationspreis

Das große Engagement der rund 40 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die sich um die Versorgung, die Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen in Walluf gekümmert haben beziehungsweise sich auch weiter kümmern werden, habe auch auf höherer Ebene die verdiente Würdigung durch die Verleihung des Integrationspreises „Miteinander im Rheingau-Taunus-Kreis“ gefunden.

Bei der Sicherstellung der Einsatzstärke der Feuerwehren an Wochenarbeitstagen habe die Gemeinde inzwischen eine Vereinbarung mit der Stadt Wiesbaden getroffen. Fortschritte gebe es auch bei der Gewinnung von Nachwuchskräften zu vermelden. Er gehe davon aus, dass es beim Thema „Ehrenamtsförderung“ kurzfristig zu entsprechenden Regelungen kommt“.

Danke sagte Horne auch allen, die hauptamtlich zum Wohl der Allgemeinheit arbeiten sowie den Unternehmen und Betrieben, die Arbeitsplätze schaffen und erhalten sowie mit der Zahlung der Gewerbesteuer einen nicht unerheblichen Anteil zur Weiterentwicklung Wallufs beitragen.

Seinen Rückblick auf das vergangene Jahr stelle er, wie gewohnt unter das Motto: War es ein positives Jahr für unsere Gemeinde? „Heute Abend sage ich voller Überzeugung: Auch 2018 war ein positives Jahr für Walluf“.

Obwohl alle Rheingauer Fans bei der Wahl der Deutschen Weinkönigin aufgrund der tollen Präsentation der ehemaligen Wallufer und Rheingauer Weinkönigin Tatjana sich sicher waren, „dass das für die Deutsche Weinkönigin, zumindest für die Weinprinzessin reicht“, habe sie „warum auch immer“, nicht ausreichend Stimmen bekommen.

Als Beispiele für aus seiner Sicht „positive Entwicklungen“ nannte Horne den Start der grundlegenden Umgestaltung des Wallufer Rheinufers, „bei dem der neu gestaltete Platz um unser Weinfässchen zu einem echten Schmuckstück und beliebten Treffpunkt der Wallufer Bevölkerung und vieler auswärtiger Gäste geworden ist.

Lebhafte Diskussionen werde es auch 2019 über die mögliche Weiterführung dieser Umgestaltungsmaßnahmen für den Abschnitt von der Wallufbach-Mündung bis zum La Londe-Platz geben. Nach Vorlage belastbarer Kostenberechnungen werde die Gemeindevertretung über das weitere Verfahren entscheiden.

Zur Abrundung seiner These zu positiven Entwicklungen wies Horne auch auf den Abschluss der Erschließung im Baugebiet „Unterer Sand“, die Verlängerung des Titels „Fairtrade Town“, die Einrichtung einer Schnellbuslinie von Bad Schwalbach zum Bahnhof Niederwalluf und die Verleihung des Hessischen Leseförderpreises für die Gemeindebücherei in Anerkennung der erfolgreichen Neuausrichtung hin.

„Bei allen, die es miterlebt haben, wird es niemals in Vergessenheit geraten“, erinnerte er an das tragische Gasunglück vor 30 Jahren, bei dem im Wallufer Blumenviertel mehr als 20 Häuser explodierten und zwei Menschen ums Leben kamen.

Die Gemeindevertretung arbeite aus seiner Sicht, „mit wenigen Ausreißern“, überwiegend sachbezogen, zielgerichtet und konstruktiv. Für das neue Jahr wünsche er sich „etwas mehr Disziplin und Rücksichtnahme“ auf die am Rednerpult aktiven Kolleginnen und Kollegen. Allen sollte bewusst sein, dass ihnen ein auf Zeit verliehenes Mandat übertragen wurde und oberste Leitlinie die Erhaltung beziehungsweise Verbesserung der Lebens- und Standortqualität, unabhängig von politischen Standorten, sein müsse.

Mit Blick auf 2019 wies Horne auf Projekte hin, die zum größten Teil auf Beschlüssen des Gemeindeparlaments im Jahr 2018 beruhen. Dazu nannte er unter anderem die Gestaltung des Drobollacher Platzes, die Renovierung des Vereinshauses Oberwalluf, Maßnahmen zum ruhenden Verkehr, Erweiterung des Parkplatzes im Johannisfeld, den Neubau der Kita „Villa Regenbogen“, die Erweiterung des Gewerbegebietes und die Sanierung der Skateranlage.

Darüber hinaus geplant sei die Restaurierung des Grabmal des Fürsten Emanuel zu Salm-Salm. Das Jubiläum „1000 Jahre Fähre Walluf – Budenheim“ werde am 20./21. Juli an beiden Rheinufern gefeiert.

Über Walluf hinaus blickend wandte sich Horne direkt dem Thema Europa beziehungsweise Europäische Union (EU) zu. In einer Zeit, in der die Weltordnung ins Wanken gerate und die fortschreitende Globalisierung, der Klimawandel, internationale Finanzkrisen und Digitalisierung Nationalstaaten überforderten, sei eine starke und handlungsfähige EU umso wichtiger. Deshalb appelliere er an alle, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen, „damit europakritische Kräfte nicht die Mehrheit bekommen“.

Seine Ansprache beendete Horne mit den besten Wünschen an alle Anwesenden für das Jahr 2019, die noch lange zu Begegnungen und guten Gesprächen im Vereinshaus blieben.

Den Neujahrsempfang bereicherte das Walluftaler Blasorchester mit schwungvollen Darbietungen.

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