Auch die Kandidaten packten kräftig mit an

Initiative von AWO Rheingau und Roman Döring zur Säuberung des Bahnhofsgeländes

Dirk Büttner (rechts) säuberte mit Tüchern Graffitis an den Streben der Überdachung im Bahnsteigbereich. Links David Klein von der AWO-Jugendarbeit.

Walluf. (mh) – „Als Betreiber der Pension Lok Inn im Wallufer Bahnhofsgebäude ist uns als Betroffene sehr daran gelegen, dass der gesamte Bereich des Bahnhofsgeländes auf die mit dem Zug an- und abreisenden Gäste an der Pforte des Rheingaus einen guten Eindruck von unserer Gemeinde macht“, begründet Tischlermeister und Inhaber des Handwerkszentrums RCD, Roman Döhring, den gemeinsamen Aufruf mit der AWO Rheingau zur Säuberungsaktion am vergangenen Samstag.

 

Da er bisher meist alleine zu Schippe und Besen gegriffen und Schmierereien selbst beseitigt habe, sei er sehr erfreut, gut 25 Helfer unter anderem aus örtlichen Vereinen und Parteien zu der Säuberungsaktion begrüßen zu können. Darunter auch die Bürgermeisterkandidaten Dirk Büttner (CDU) und Nikolaos Stavridis (parteilos).

„Das ist eine tolle Aktion für bürgerschaftliches Engagement von Roman Döhring, die ich sehr gerne unterstützte“, begründete Büttner seine Teilnahme. Für ihn sei es überhaupt kein Problem, die Ärmel hochzukrempeln und auch dahin zu gehen, wo es dreckig ist. Er hoffe, dass der Bahnhof und sein Umfeld jetzt für längere Zeit sauber bleiben, „denn für Sachbeschädigungen gibt es „Null Toleranz“.

„Da man mich auch als Handwerker gut gebrauchen kann, habe ich sofort nach dem Erscheinen des Facebook-Aufrufs meine Hilfe angeboten“, lautete das Argument von Stavridis für die Beteiligung an der Säuberungsaktion, „denn auch mir ist an einer sauberen Umwelt sehr gelegten“. Es sei schon erschreckend, „dass man ein Bahnhofsgelände, wie hier in Walluf, so mutwillig verunstaltet“.

Bevor die Aktion startete, konnten sich alle Teilnehmer zunächst entscheiden, welche Arbeiten sie aufgrund ihrer handwerklichen Fähigkeiten gerne übernehmen möchten. Diese reichten vom Aufsammeln von Müll und Unrat über das Säubern mit Graffiti beschmierter Wände, Bänke und Fassaden und deren Verschönerung.

Da viele der Schmierereien nur mit starken Lösungsmitteln zu beseitigen waren, hatte der Initiator zum Schutz der Beteiligten Sorge dafür getragen, dass ausreichend Spezialreiniger und Schutzbrillen zur Verfügung standen. Ferner Partikelmasken, wie sie auch in Autolackierereien zum Einsatz kommen. Damit diese zuvor beschafft werden konnten, standen ihm dafür 1.470 Euro aus Spenden zur Verfügung (Mit Geldspenden beteiligten sich: AS Zweite Fachmarkt GmbH 200 Euro, PS-Team 100 Euro, Michael Bär 20 Euro, Van Hees GmbH 600 Euro, VGV-Walluf 200 Euro, Wolfgang Rossmeissel SPD, N. Stavridis 50 Euro, Dirk Büttner, CDU 50 Euro, Niko Sidiropoulos, FDP 50 Euro, Restaurant Miyagi 200 Euro).

Mit Jörg Deichsel, der als Inhaber eines Walluf Malerbetriebes unentgeltlich teilnahm und mit anderen Mitwirkenden die nicht gefließten Wandflächen und Betonpfosten neu anlegte, war auch fachliche Kompetenz vorhanden, die gerne genutzt wurde.

Frank Haibach war extra für die Aktion mit seinem Hochdruckreiniger aus Wiesbaden gekommen. Ferner übernahm er den Grill-Dienst. Die Feuerwehren hatten einen Nasssauger zur Verfügung gestellt. Dank der Weinspenden des Weingutes Wilhelm Markloff und des Weinhauses Weber konnten sich die Teilnehmer auch an einem Glas gegorenen Rebensaftes erfreuen.

Döhring freute sich auch, dass Arkadiusz Grajek, Streetart & Graffiti-Künstler, der bereits den Geisenheimer Bahnhof gestaltete, aus Wiesbaden nach Walluf gekommen war, um die Oberfläche eines Stromverteiler am Seiteneingang zum Bahnhofsgelände neu zu gestalten. Da dieser total verschmiert war, musste ihn Grajek zuvor aufwendig reinigen.

Am Ende der rundum gelungenen Säuberungsaktion gegen 16.30 Uhr lobte der Initiator die Anteilnahme und die Leistungsbereitschaft aller teilnehmenden Akteure. Die Aktion sei ein gutes Beispiel für andere, diesem zu folgen, „wenn man nur will“. Allerdings bedürfe es dazu eines Anstoßes. Er hoffe nun, so Döhring abschließend, „dass unser Bahnhof für längere Zeit sauber bleibt“.

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