Austausch mit Ministern Jung und Rainer

Rotationsbrache als Instrument zur Marktentlastung und zur Förderung der Artenvielfalt

Der Landtagsabgeordnete Ingo Schon (CDU) wertet den jüngsten Besuch von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) und dem hessischen Landwirtschaftsminister Ingmar Jung (CDU) im Kreis als starkes Signal für die heimischen Winzer und Landwirte. Beim gemeinsamen Austausch mit den Kreisbauernverbänden Rheingau-Taunus und Limburg-Weilburg standen die existenziellen Herausforderungen der Branche sowie konkrete Lösungsansätze für den ländlichen Raum im Mittelpunkt.

Ein zentrales Anliegen für den heimischen Weinbau ist die Einführung der sogenannten Rotationsbrache, für die sich Schon intensiv stark macht. „Die angespannte wirtschaftliche Lage und der Druck durch Überproduktion zwingen unsere Winzer zunehmend zu Rodungen. Die Folge sind brachliegende, verwildernde Flächen, sogenannte Trischen. Hier bietet die Rotationsbrache ein hervorragendes Instrument zur Marktentlastung und zur Förderung der Artenvielfalt“, erklärt Ingo Schon. Das vom Deutschen Weinbauverband (DWV) geforderte Konzept sieht vor, dass Winzer gerodete Flächen für bis zu sechs Jahre als ökologische Blühflächen nutzen können, ohne dass eine sofortige Neupflanzung erfolgen muss, das Pflanzrecht bleibt auf der Fläche erhalten. Voraussetzung ist der Verzicht auf Pflanzenschutzmittel in diesem Zeitraum.

Ebenso freue er sich über das Signal beider Minister, sich für regionale Produkte stark zu machen. „Wir erleben, dass eines der größten Probleme unseres Weinbaus darin besteht, dass sein Anteil auf dem deutschen Markt stetig sinkt. Nur noch rund 40 Prozent der auf dem deutschen Markt verkauften Weinflaschen kommen aus unseren 13 deutschen Anbaugebieten. Wir müssen deshalb alle gemeinsam mehr Bewusstsein dafür schaffen, dass man mit deutschen Weinen auch deutsche Betriebe und damit unsere Kulturlandschaften schützt und erhält.“

Neben dem Weinbau stand die Unterstützung der Landwirtschaft im Fokus des Treffens. Die Teilnehmer übten deutliche Kritik an praxisfernen Vorgaben aus Brüssel, wie etwa der EU-Verordnung über entwaldungsfreie Produkte (EUDR) sowie der EU-Wiederherstellungsverordnung.

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