Buchvorstellung
Den Garten zum Blühen bringen

Stephan Waska: Erfolgreich Gärtnern im Rhythmus der Natur, Ein verlässlicher Praxisbegleiter durch das phänologische Gartenjahr, 184 Seiten, 234 farbige Abbildungen, 35 Zeichnungen, Preis: 19,95 Euro, ISBN 978–3–494–01740–2.

Rheingau. (mg) – Für einen blühenden Garten und eine reiche Ernte ist nicht nur das „Wie“, sondern auch das „Wann“, also der richtige Zeitpunkt der Pflanz- und Pflegemaßnahmen, entscheidend. Dieser kann je nach Region, Höhenlage und Witterung unterschiedlich ausfallen. Rein kalendarische Jahreszeiten können daher keine verlässliche Planungsgrundlage sein.

 

Der erfahrene Gärtner Stephan Waska zeigt in seinem Praxisbuch „Erfolgreich Gärtnern im Rhythmus der Natur“, wie sich jeder Gartenbesitzer ganz einfach an den Zeichen der Natur orientieren kann. So stehen unter anderem die Apfelblüte, der Birkenknospenaustrieb, die Weinlese oder die Fruchtreife verschiedener Obstsorten für eindeutige Entwicklungsstadien, die das gärtnerische Jahr in zehn phänologische Jahreszeiten einteilen. Jede dieser Jahreszeiten wird in einem eigenen Kapitel, unterteilt in die Bereiche Zier-, Obst-und Gemüsegarten, ausführlich vorgestellt.

Der ultimative Gartenratgeber für optimales Timing will auch Laien dabei unterstützen, Blüh- und Ernteerfolge zu erleben.

Im Laufe des Jahres herrscht nicht in allen Teilen Mitteleuropas die gleiche Witterung. Während in einem Teil noch Schnee liegt und der Boden gefroren ist, kann anderswo bereits Gemüse angebaut werden und die ersten Blumen beginnen zu blühen. Im Herbst kann es passieren, dass man in einer Region noch im Garten sitzt und gleichzeitig wird in einem anderen Gebiet schon der erste Schnee weggeräumt. Gartenempfehlungen lassen sich nicht streng nach Monaten einteilen. In diesem Paxisbuch sind die jeweiligen Gartentipps daher nach einem anderen Ablauf gegliedert.

Die Wissenschaft der Phänologie beobachtet und analysiert die Pflanzenentwicklung im Laufe des Jahres. Es gibt zehn Jahreszeiten, deren Beginn geografisch verschieden durch das Auftreten unterschiedlicher Naturereignisse, wie z. B. der Forsythien- oder der Holunderblüte, gegeben ist. In manchen Jahren beginnt eine Entwicklung ungewöhnlich früh und kann sich in anderen wieder stark verzögern. Daher richten sich die Empfehlungen in diesem Buch nach dem phänologischen Kalender. Dafür müssen die Anzeichen für die jeweilige Jahreszeit im eigenen Garten, in der Stadt oder in der freien Natur beobachtet werden. Der klassische Kalender kann, muss aber dabei nicht völlig außer Acht gelassen werden.

Die phänologischen Jahreszeiten beginnen mit dem Vorfrühling. Das ist die Blütezeit von Haselnuss, Winterjasmin, Schneeglöckchen, Winterling und Schneerose. Der Erstfrühling glänzt vor allem mit der Blüte der Forsythie. Im Vollfrühling erblühen die Maiglöckchen und der Löwenzahn, der Flieder und der Apfel, im Wald der Bärlauch und die Eiche.

Das Kennzeichen des Frühsommers sind die Blüten von Pfingstrose, Margeriten und Klatschmohn, sowie der ersten Rosen und des Holunders (Holler). Ein duftendes Anzeichen des Hochsommers ist die Blüte der Sommerlinde. Die Zeigerpflanze für den Spätsommer ist die Sonnenblume und die Blüte vieler Kräuter.

Den Frühherbst zeigen die Herbstzeitlose, die Herbstanemonen und die Reife verschiedenster Früchte wie Kornelkirsche (Dirndl), Birnen, mittelfrüher Apfelsorten, Sanddorn und Holunder (Holler).

Im Vollherbst blühen fast nur noch Astern und Chrysanthemen. Der Spätherbst kündigt sich mit der Verfärbung der Lärchennadeln und dem Laubfall der Rosskastanie an.

Mit dem Winter von etwa Ende November, Anfang Dezember bis Ende Februar ist der Übergang der phänologischen Jahreszeit fast gleichlaufend mit dem meteorologischen Kalender, also das Ende bis zum Beginn einer neuen Gartensaison.

Jedes der zehn Jahreszeiten-Kapitel ist in die Bereiche Zier-, Obst- und Gemüsegarten unterteilt. Darin sind die jeweils anstehenden Arbeiten an den am häufigsten kultivierten Gewächsen beschrieben.

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