Jubiläumstour durch Geisenheim

Stadtführerin Jacqueline Palzer lud zum „Geburtstags-Rundgang“ in der Lindenstadt ein

An der evangelischen Kirche begrüßte Pfarrer Janisch die Teilnehmer der Jubi-Tour.

Zum ganz speziellen Rundgang durch Geisenheim lud die Kultur- und Weinbotschafterin Jacqueline Palzer am vergangenen Freitagnachmittag: sie führte interessierte Gäste in einer zweistündigen Tour zu den „Jubilaren“ der Lindenstadt. „Jubi-Tour“ war diese Stadtführung überschrieben, die um 15 Uhr fast schon traditionell mit einem Glas Wein an der Tourist-Info direkt neben dem Rathaus begann. Mit einem Glas 2020er Riesling aus dem Weingut Freimuth, das bereits in dritter Generation geführt wird und das 1976 nach einem Brand von seinem Ursprungshaus in der Ortsmitte nach Marienthal umzog, stieß man auf den Start des Rundgangs an. Danach ging es gemeinsam mit der Kultur- und Weinbotschafterin Jacqueline Palzer zum Rathaus, wo Bürgermeister Christian Aßmann als erster „Jubilar“ die Stadt Geisenheim vertrat und über das 1250-Jahr-Jubiläum der Lindenstadt berichtete. Danach zogen die Teilnehmer weiter zur Hochschule Geisenheim University, die in diesem Jahr 150 Jahre alt wird. Hier begrüßte Hochschulpräsident Prof. Dr. Hans-Reiner Schulz die Gäste und lud zu einem informativen Rundgang durch die Hochschule ein.

Beim weiteren Stadtrundgang besuchte man das Schloss Kosakenberg, das seinen Namen von der gleichnamigen Weinlage erhielt. Unter Napoleon sollen einst hier Kosaken gelegen haben. „Das 1828 erbaute Renaissance-Ensemble war einst Sommerwohnsitz von Franz von Ingelheim“, informierte Jacqueline Palzer. Sie führte die Teilnehmer zum Schloss Schönborn und berichtete hier, dass der ehemalige Stockheimer Hof Mitte des 16. Jahrhundert gebaut wurde und daher seine spätgotische Form hat. Später wurde er zum Renaissance-Adelshof mit Türmchen und Erkern ausgebaut und heute ist das Schloss der neuste Trauort in Geisenheim. Besucht wurde auch die nahe evangelische Kirche, die ihr 125-jähriges Bestehen feiert. Über die Winkeler Straße, die mit ihren ab 1870 entstandenen villenartigen Wohnhäusern ein Hingucker ist, ging es zum Feuerwehrgerätehaus, denn auch die Feuerwehr kann in diesem Jahr auf ihr 150jähriges Bestehen zurückblicken. Zum Abschluss führte der Stadtrundgang über das Pfefferzollhaus zum Domplatz, auf dem gerade das 9. Geisenheimer Stadtspektakel festlich eröffnet wurde. „Alle Jubilare haben uns sehr herzlich empfangen und mit vielen interessanten Informationen versorgt. So wissen wir jetzt, welches Ehrenbürger-Portrait im großen Sitzungssaal des Rathauses hängt, wieviel der Neubau der Hochschule kostet, wer die größten Förderer der evangelischen Kirche in Geisenheim waren und wie ein Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Geisenheim abläuft“, freute sich Weinbotschafterin Palzer über die gelungene Tour. Bedauert hatte sie, dass nur sieben Gäste teilnahmen. „Sehr schade, denn es war wirklich eine schöne Tour mit viel Einsatz der Mitwirkenden!“ Die teilnehmenden Gäste aus Wiesbaden und dem Rheingau waren jedenfalls sehr angetan.

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