Verbesserungen beim Radverkehr

Grüne stellen viele Verbesserungsmöglichkeiten beim Stadtradeln fest

Kritik gab es an der neu asphaltierten Straße zum Kloster Eberbach wegen der „fahrradgefährlichen“ Befestigung des Seitenstreifens mit Rillen.

Im Rahmen der grünen Auftaktveranstaltung zum Stadtradeln, befuhren die Oestrich-Winkeler Grünen gemeinsam mit interessierten Bürgern, die Oestrich-Winkeler Gemarkung.

Während der Radtour unter Führung von Fahrradkapitänin Ulrike Franzki, die vom Bürgerzentrum über Hallgarten nach Kloster Eberbach, Kiedrich, Eltville und zurück führte, gab es Stopps an einigen Punkten in der Gemarkung.

Erster Stopp war am sogenannten Dornbacher Graben hinter den Mühlen in Oestrich. Biobäcker Ernst Drews, erläuterte, dass der Dornbach sich an dieser Stelle hervorragend eignet, um die dortige Wiese als Feuchtraumbiotop anzulegen, um dort Reptilien, Vögeln und Insekten ein Biotop zu bieten. Anschließend diskutierten die Grünen die schlecht einsehbare Kreuzung am Heiligenhäuschen in der Verlängerung der Römerstraße auf dem R3. Wie die Grünen während ihres dortigen Stopps selbst beobachten konnten, wurde von vielen anderen vorbeifahrenden Radlern die Rechts-vor-Linksregelung nicht beachtet. Aus Richtung Hallgarten kommend, ist der Weg, der von oben aus Richtung Philippsburg dazustößt, überhaupt nicht einsehbar. Zudem war viel ortsfremder Autoverkehr dort unterwegs und die Rechts-vor-Links-Regelung wurde von keinem Verkehrsteilnehmer beachtet. Einfache Abhilfe könnte dort geschaffen werden, wenn ein Spiegel zum Einsehen der Kreuzung angebracht würde, oder sogar die Fahrbahn leicht verschwenkt würde. Das hätte den Vorteil, dass man z.B. auch in Absprache mit der Kirche dort eine Ruhebank installieren könnte, die zum Verweilen am Kappellchen anregt.

Weiter ging es dann zum Regenrückhaltebecken südlich von Hallgarten. Dieses könnte relativ leicht dazu genutzt werden, in den Wintermonaten Wasser zu sammeln, das dann im Sommer verwendet werden kann. „Dies war bereits ein Antrag von uns im Sommer 2020 im Rahmen der Brauchwassernutzung. Wir werden hier am Ball bleiben“, so Marika Prasser-Strith. Die Grünen radelten dann weiter zur neu asphaltierten Straße zum Kloster Eberbach. Die Kritik an der dortigen „fahrradgefährlichen“ Befestigung des Seitenstreifens mit Rillen bleibt bestehen. „Generell sollte bei allen neu zu sanierenden Straßen auch der Blickwinkel für Radfahrer nicht fehlen und Randstreifen müssen per se fahrradtauglich angelegt sein“, so die Grünen. Bei Kloster Eberbach wollten die Grünen die lang angekündigten Fahrradabstellplätze mit Ladestation besichtigen. Außer einem Kabel im Boden neben den Fahrradabstellplätzen gab es dort allerdings noch nichts zu sehen. Auch hier verweisen die Grünen auf die fehlende Umsetzung. Weiter ging es nach Kiedrich, zum neu gegründeten Kiedricher Ortsverband. Nach einem gelungenen Austausch führte die Tour dann zurück nach Oestrich. „Das Anlegen eines Feuchtraumbiotops und die Optimierung der Kreuzung am Heiligenhäuschen werden von uns zeitnah im Rahmen der Stadtverordnetenversammlung beantragt“, so Marika Prasser-Strith.

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