Adipositas ganzheitlich behandeln

Medizinische Betreuung, Ernährungsberatung, Verhaltenstherapie, Bewegung und Selbsthilfe

Starkes Übergewicht ist eine chronische Erkrankung, die Körper und Seele belastet. Viele Betroffene leiden unter gesellschaftlichem Druck oder Ablehnung, was häufig zu Rückzug, weniger Bewegung und ungünstigem Essverhalten führt.

Medizinisch gilt Adipositas als Ernährungs- und Stoffwechselstörung, die durch eine dauerhaft positive Energiebilanz entsteht. Der Body-Mass-Index dient zur Einordnung: Ab 30 kg/m² spricht man von Adipositas Grad I, ab 35 kg/m² von Grad II und ab 40 kg/m² von schwerer Adipositas Grad III. Mit steigendem BMI erhöht sich das Risiko für Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Gelenkverschleiß, hormonelle Störungen oder chronische Kopfschmerzen. Eine erfolgreiche Therapie kann viele dieser Beschwerden deutlich verbessern.

Das Adipositaszentrum an der Asklepios Paulinen Klinik bietet ein umfassendes konservatives Behandlungskonzept an, das auf den drei zentralen Säulen der Adipositastherapie basiert. Dazu gehören eine professionelle Ernährungsberatung durch spezialisierte Ökotrophologinnen, die individuelle und alltagstaugliche Ernährungskonzepte entwickeln, sowie ein Bewegungsprogramm, das an die körperlichen Möglichkeiten angepasst wird. Ergänzend unterstützen verhaltenstherapeutische Elemente dabei, Essgewohnheiten und Lebensstil langfristig zu verändern. Zusätzlich stehen alle gängigen konservativen Therapieoptionen zur Verfügung – einschließlich moderner medikamentöser Unterstützung wie den heute verbreiteten Abnehmspritzen, sofern diese medizinisch sinnvoll sind. Ein multimodales Programm wird in der Regel für Menschen mit einem BMI unter 50 kg/m² empfohlen. Ausnahmen bestehen etwa bei schwer einstellbarem Diabetes mellitus und einem BMI über 40 kg/m². Auch der Austausch in Selbsthilfegruppen kann den Therapieerfolg stärken.

Wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen, kann eine operative Therapie eine wirksame Option sein. Moderne Verfahren reduzieren die Nahrungsaufnahme oder beeinflussen die Nährstoffverwertung, sodass ein deutlicher Gewichtsverlust möglich wird und sich Begleiterkrankungen häufig verbessern. Eine umfassende Beratung sollte immer in einem zertifizierten Adipositaszentrum erfolgen, wo alle konservativen und operativen Möglichkeiten individuell besprochen werden. Eine vorherige Antragstellung bei der Krankenkasse ist hierfür nicht mehr erforderlich.

Wer sich umfassend über Ursachen, Behandlungsmöglichkeiten und langfristige Therapieansätze bei Adipositas informieren möchte, ist zur nächsten Veranstaltung im Rahmen der Patientenakademie der Asklepios Paulinen Klinik Wiesbaden eingeladen. Prof. Dr. M. Hoffmann, Chefarzt der Abteilung und Experte im zertifizierten Adipositaszentrum der Asklepios Paulinen Klinik Wiesbaden, gibt am 25. März um 18 Uhr im Elektivzentrum der Asklepios Paulinen Klinik Wiesbaden, Geisenheimer Str. 10, Wiesbaden, einen praxisnahen Überblick über den gesamten Behandlungsweg. Er erläutert, wie krankhaftes Übergewicht entsteht, welche modernen konservativen und operativen Therapieformen zur Verfügung stehen und welche positiven Effekte eine erfolgreiche Behandlung auf Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes haben kann. Vorgestellt werden die fünf zentralen Säulen der Adipositastherapie: medizinische Betreuung, Ernährungsberatung, Verhaltenstherapie, Bewegung und Selbsthilfe.

Ein weiterer Schwerpunkt widmet sich den medikamentösen Therapieoptionen – einschließlich moderner Wirkstoffe, die umgangssprachlich als „Abnehmspritze“ bekannt sind. Die Teilnehmenden erfahren, wann solche Medikamente sinnvoll sein können und welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen. Es besteht zudem die Möglichkeit, individuelle Fragen zu stellen.

Kommentar schreiben

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
Sicherheitsprüfung
Diese Frage hat den Zweck zu testen, ob Sie ein menschlicher Benutzer sind und um automatisierten Spam vorzubeugen.
Bild-CAPTCHA
Geben Sie die Zeichen ein, die im Bild gezeigt werden.


X