„Von guten Mächten wunderbar geborgen“

„Von guten Mächten wunderbar geborgen“
Deutlich mehr Menschen kamen in die Lichtshow und in die Abendandacht

Die Besucher wurden selbst Teil des Erlebnisses von Farbe, Licht und Musik in der Kirche.

Eltville. (chk) – „Mystic Light & Sound Experience“ heißt die Veranstaltung, zu der die Kirche St. Peter und Paul an Silvester und in der Neujahrsnacht ihre Pforten öffnet. Wie schon in den vergangenen beiden Jahren hatte Florian Wende das farbenprächtige Spektakel „komponiert“ und mit Musik, unter anderem von Pietro Macagni, Ennio Morricone und Hans Zimmer, kombiniert. Auch die Rezitation des 23. Psalms gehörte zur Vertonung, während die Menschen in der Kirche von farbigem Licht verzaubert und selbst Teil des Erlebnisses von Farbe, Licht und Klang wurden.

 

„Es ist einfach nur schön, dass mit Florian Wende ein junger Mann bereit ist, hier jedes Jahr aufs Neue mit seinem Engagement etwas auf die Beine zu stellen und uns damit zeigt, wie Kirche auch sein kann“, sagte Dr. Ursula Immesberger vom Eltviller Ortsausschuss und Pfarrgemeinderatsvorsitzende von St. Peter und Paul Rheingau. Der 20-jährige Student, der die Licht- und Tontechnik als ambitioniertes Hobby betreibt, wurde von zwei 15-jährigen Jugendlichen, Jan Herzog und Korbinian Schuck, unterstützt. Der Eintritt zur Licht- und Klangshow war frei; eingegangene Spenden werden für die kirchliche Jugendarbeit eingesetzt.

„Sowohl die Light Show als auch die Jahresschlussandacht waren sehr gut besucht; es waren deutlich mehr Menschen in der Kirche als in den Jahren zuvor“, stellte Ursula Immesberger fest. „Die mittlerweile zur guten Tradition gewordene Veranstaltung lockt immer mehr und neue Menschen. Und genau dies ist ja unser Wunsch, Menschen durch solche Angebote zu locken.“ Auch in der Nacht während des gut besuchten Mitternachtsgebets und danach seien noch Menschen in die Kirche geströmt. „Die Light Show wurde bis kurz nach zwei Uhr immer wieder wiederholt. Die Besucher waren auch dann noch begeistert und wir hatten den Eindruck, dass die Begegnungen hier und der Wunsch, sich im Kirchenraum ein gesegnetes neues Jahr zu wünschen, den Menschen wichtig war.“

Die Silvesterandacht, die sich an die Premiere der Licht- und Klangshow anschloss, wurde mit dem Lied „Von guten Mächten“ eröffnet, das gerne zum Jahreswechsel gesungen wird. In dem Text von Dietrich Bonhoeffer heißt es im Refrain: „Von guten Mächten wunderbar geborgen erwarten wir getrost was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“ Auf der Orgel wurden die Lieder und Psalmengesänge von Dr. Markus Frank Hollingshaus begleitet.

In seiner Predigt ging Dr. Robert Nandkisore auf die guten Vorsätze und Wünsche für das neue Jahr ein und nannte einige „typische“ Beispiele, wie mehr Sport treiben und gesünder leben. Hinter Vorsätzen und Wünschen, auch die Familie betreffend, stecke nicht immer, aber doch oft die Angst vor den Unwägbarkeiten des Lebens. Nandkisore lud ein, etwas anderes zu wagen, die eigene Unsicherheit und Angst abzulegen, und dem Hirten zu vertrauen, wie es der Psalm 23 nahe legt. „Ich lasse es zu, mich führen, mich leiten zu lassen: Durch das Leben, das sich wie selbstverständlich entwickelt auf dem Weg, der sich auftut. Der Herr ist ein Hirte – ich fürchte mich nicht.“ Er empfahl, in dieser Haltung in das neue Jahr zu gehen und jeden Morgen damit zu beginnen: „Wenn ich damit die Haltung des Vertrauens verbinde, lassen sich meine anderen Wünsche und Vorsätze gut darin bergen. Sie sind darin aufgehoben – im Größeren: Der Herr ist mein Hirte!“

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