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Digitale Suchtberatung im Rheingau-Taunus-Kreis

Link zur digitalen Suchtberatung.

Trinke ich zu viel? Mein Sohn kifft, was kann ich tun? Wo bekomme ich Hilfe? Fragen, die nun auch online gestellt werden können. Um das Angebot der Suchtberatung im digitalen Zeitalter zu erweitern nimmt die Suchtberatungsstelle in Oestrich-Winkel am bundesweiten Modellprojekt „DigiSucht: Digitale Suchtberatung für Betroffene und Angehörige“ teil. Melden können sich Menschen mit einer Suchtmittelabhängigkeit, wie Alkohol oder Cannabis und deren Angehörige. Das Suchtzentrum im Rheingau-Taunus-Kreis in Oestrich ist bereits seit Dezember 2023 online. Dies bereitet einen Zugang für Menschen, die z.B. aufgrund von Arbeit, Familie, fehlender Mobilität oder Krankheit nicht dazu in der Lage sind eine Suchtberatungsstelle aufzusuchen. Aber auch für Menschen, die sich zunächst anonym beraten lassen wollen oder sich im digitalen Raum wohler fühlen bietet die Onlineberatung einen ersten Schritt aus der Abhängigkeit.

Über eine datensichere Plattform wird digitale Beratung in Form von Chat-, Mail- oder Videoberatung angeboten. Die Plattform bietet einen Online-Terminservice und zudem digitale Hilfsmittel wie z. B. Fragebögen, die zur Behandlung digital eingesetzt werden können. Zudem können auch persönliche Termine vereinbart werden, eine „Mischform“ ist also möglich (sog. Blended Counceling). So kann zum Beispiel mit einer Chat- oder Videoberatung begonnen werden, danach können auch persönliche Termine erfolgen oder aber laufende Präsenztermine können durch Onlinetermine ergänzt werden.

Es ist eine einfache kostenlose Registrierung notwendig, welche allerdings nicht den Klarnamen enthalten muss. Eine anonyme Beratung ist also gewährleistet. Gibt man hier seine Postleitzahl ein, werden Suchtberatungsstellen in der Umgebung angezeigt. Sollte es also zu einem persönlichen Kontakt kommen, ist man direkt bei der zuständigen Beratungsstelle angebunden, denn Suchtberatungsstellen werden kommunal finanziert und richten sich jeweils an die Personen des Landkreises bzw. der Stadt.

Zum Suchtzentrum im Rheingau-Taunus-Kreis geht es auf direktem Weg über einen zugehörigen Link, welchen man bereits auf der Homepage findet. Zudem wurde ein persönlicher QR-Code generiert, welchen man mit dem Smartphone abscannen kann. Um den besonderen Anforderungen im digitalen Setting gerecht zu werden, wurden zwei Berater mehrtägig über die Hessische Landesstelle für Suchtfragen geschult. Diese koordiniert das bundesweite Projekt für die hessischen teilnehmenden Suchtberatungsstellen. Bis Ende 2023 wurde die Entwicklung und Erprobung der DigiSucht-Plattform mit Mitteln des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) gefördert. Seit 2024 werden die bundesweite Koordination des Projekts und der Betrieb der Plattform anteilig von den beteiligten Bundesländern finanziert. Zusätzlich wird das Projekt finanziell vom Rheingau-Taunus-Kreis unterstützt.



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