Johannes Golla für die Weltmeisterschaft nominiert

Rheingauer Handballstar tankte vor der Weltmeisterschaft in Ägypten noch ein bisschen Kraft in der Heimat

Johannes Golla, der bei der Handball-WM in Ägypten für Deutschland spielen wird, tankte zwischen den Jahren noch etwas Kraft in der Heimat.

Rheingau. (sf) Eine wirkliche Überraschung war es nach den Absagen einiger renommierter Spieler nicht mehr, dass der aus Erbach stammende Handballer Johannes Golla zu den 20 Spielern im Aufgebot gehört, das Bundestrainer Alfred Gislason jetzt für die deutsche Handball-Nationalmannschaft bei der WM in Ägypten nominiert hat. Trotz seines in der Saisonvorbereitung erlittenen Mittelfußbruchs war Golla von der SG Flensburg-Handewitt immer im weiteren Kreis der deutschen Handball-Nationalmannschaft.

„Bundestrainer Alfred Gislason hatte sich gleich nach meiner Verletzung erkundigt, wie es mir geht, und auch vor dem letzten Lehrgang angefragt, wie weit ich denn wäre“, berichtet Johannes Golla. Mit 20 Spielern begann am 3. Januar in Neuss die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft, die vom 13. bis 31. Januar in Ägypten stattfindet. Bevor es aber so richtig losging, tankte der nach überstandener Verletzung in der Bundesliga und Champions League vielbeschäftigte Kreisläufer nach einer kräftezehrenden Hinrunde in der Heimat noch ein bisschen Kraft. Das kommende Jahr beginnt für Johannes Golla mit einer großen Herausforderung: Nachdem die Routiniers Hendrik Pekeler und Patrick Wiencek vom THW Kiel coronabedingt abgesagt haben und mit Jannik Kohlbacher ein weiterer Kreisläufer verletzt ausfällt, hat der 23-jährige Abwehrspezialist der SG Flensburg-Handewitt Flensburg als Abwehrchef in der Nationalmannschaft nun eine große Aufgabe vor sich. Auch wenn Nationaltrainer Gislason bereits angekündigt hat, dass mit diesem Kader aufgrund der Absagen die Erwartungen nicht ganz so hoch sein könnten, wollen die Spieler natürlich gerade deshalb zeigen, was in ihnen steckt. „Alle wollen natürlich Gas geben und sich jetzt erst recht beweisen“, erzählt Golla. Das Turnier in Ägypten hält er in einer „Blase“ trotz aller Bedenken wegen der Pandemie für machbar und führt ein Beispiel aus der Vergangenheit an. „Vor einigen Jahren bei der Junioren-WM in Algerien waren wir ziemlich abgeschottet und hatten unseren eigenen Campus“, erzählt der 23-Jährige.

Die kurze „Auszeit“ im Rheingau bei der Familie habe ihm sehr gut getan, bekennt Johannes Golla, der sich jetzt auf die Vorbereitungen für die WM freut. Dazu zählen zwei Länderspiele gegen Österreich, in denen es bereits um die Qualifikation zur „EHF EURO 2022“ geht. Die erste Partie gegen Österreich fand bereits am 6. Januar in Graz statt. Weiter geht es am 10. Januar ab 18.10 Uhr in der Kölner „LANXESS arena“. Zuschauer sind nicht zugelassen, das Spiel wird von der ARD live übertragen.

Am 12. Januar werden die Handball-Nationalmannschaften aus Deutschland und Österreich gemeinsam von Düsseldorf aus nach Ägypten fliegen. Die deutsche Handball-Nationalmannschaft wird mit 20 Spielern nach Ägypten reisen. Wegen der Besonderheiten ist das Reglement geändert worden, zu jeder Partie kann Bundestrainer Gislason aus dem 20er Kader eine neue, maximal 16-köpfige Formation festlegen. Zudem sind zu jedem Zeitpunkt des Turniers insgesamt fünf Wechsel mit Spielern aus dem erweiterten Kader möglich. Spieler mit einem positiven Corona-Befund werden nicht auf dieses Kontingent angerechnet. In der WM-Vorrunde treffen Kapitän Uwe Gensheimer und seine Mannschaft am 15. Januar auf Uruguay, am 17. Januar auf die Kapverden und am 19. Januar auf Ungarn. Johannes Golla von der SG Flensburg-Handewitt wird dann vor allem auf der Abwehrposition am Kreis zu sehen sein.

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